Zeitung Heute : Zwei Etagen für anspruchsvolle Gäste

Der Tagesspiegel

Ein Hotel im Hotel - das war das Konzept des Interconti-Generalmanagers Willy Weiland für die Erweiterung seines Hauses in der Budapester Straße. Nun sind die neuen Räume des „Club Intercontinental“ im 7. und 8. Stock bezugsfertig, und sie zeigen, wie sehr sich der Geschmack in den letzten Jahren auch in Berlin verändert und vom Klischee des üppig bis überladen gestalteten Luxushotels entfernt hat. In der Arbeit der Innenarchitekten Harald Klein und Bert Haller dominieren edle Materialien, Marmor, dunkles Holz, helle Stoffe, schwarzes Fliesenmosaik; einen Farbakzent setzt das Weinrot der schweren Stühle in der Lounge. Der Gesamteindruck ist modern, licht, bisweilen an fernöstliche Ästhetik angelehnt. „Wir müssen heutzutage einfach das Lebensgefühl unserer Gäste aufnehmen“, sagt Weiland, „und die arbeiten ja auch in modernen, anspruchsvoll gestalteten Büros.“

Der Club - kein Club im eigentlichen Sinn, sondern allen zahlenden Gästen zugänglich - umfasst 70 Zimmer, davon 10 Suiten. Die Preise pro Tag liegen zwischen 245 Euro für das 31-Quadratmeter-Zimmer und 2050 Euro für die 150 Quadratmeter große Park-Suite, deren Gästetoilette schon fast das Format eines Zimmers hat. Zu ihr gehört ein Arbeitsraum, ein großer Ankleidebereich und ein Badezimmer, dessen Waschbecken zu beiden Seiten einer Spiegelwand liegen.

Noch im Bau ist die neue Straßenfront des Hotels, in der eine Reihe von Läden angesiedelt wird. Hinter ihnen liegt das umgebaute Parkhaus, das um eine innen liegende Vorfahrt ergänzt wurde - ein wichtiger Sicherheitsfaktor für Staatsbesuche. Bis September folgt die Restaurierung der Fassade und der neue Wellnessbereich. Insgesamt hat das Hotel für die Bauarbeiten rund 60 Millionen Euro investiert. bm

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