Zeitung Heute : Zwei-Klassen-Windows

Microsoft wird im kommenden Jahr nicht, wie ursprünglich geplant, ein völlig runderneuertes Windows-System für Privatanwender auf dem Markt bringen.Der weltgrößte Softwarekonzern der Welt will statt dessen eine Weiterentwicklung des bestehenden Betriebssystems "Windows 98" unter dem Namen "Consumer Windows for 2000" vermarkten, kündigte Microsoft-Präsident Steve Ballmer am Mittwoch nach einem Bericht der Wirtschaftsagentur Bloomberg auf einer Entwickler-Konferenz in Los Angeles an.

Eigentlich hatte Microsoft geplant, kein neues Betriebssystem mehr auf den Markt zu bringen, das im Kern noch auf der veralteten DOS-Technologie beruht.Microsoft-Vize-Präsident David Cole machte auf der Konferenz den Mangel an Computerspielen für das neue "Windows 2000"-System (früher bekannt unter dem Namen "Windows NT") für die Verzögerung verantwortlich.Experten verwiesen darauf, daß Microsoft sich in diesem Jahr voll darauf konzentriere, "Windows 2000" für Geschäftskunden marktreif zu machen.Angesichts des wachsenden Wettbewerbs durch das freie Betriebssystem Linux denkt Microsoft zudem darüber nach, zumindest Teile des Windows-Systems frei verfügbar zu machen.Microsoft hütet dagegen bislang den Quellcode seiner Programme in der Regel als Betriebsgeheimnis und gibt nur Informationen über bestimmte Schnittstellen an die Öffentlichkeit.

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