Zeitung Heute : Zwei Tote in Fukushima gefunden

Arbeiter können Leck im Akw nicht schließen

Sendai/Tokio - Auf dem Gelände der havarierten japanischen Atomanlage Fukushima 1 sind die Leichen von zwei Mitarbeitern der Betreiberfirma Tepco gefunden worden. Wie das Unternehmen am Sonntag mitteilte, wurden die beiden 21 und 24 Jahre alten Männer in der radioaktiv verseuchten Gegend rings um das Atomkraftwerk entdeckt, sie starben aber offenbar durch die Naturkatastrophen. Die Arbeiter waren demnach direkt nach dem schweren Erdbeben vom 11. März nach Fukushima geschickt worden und wollten dort den Zustand der Reaktoren überprüfen. Sie wurden seitdem vermisst. Gefunden wurden die Leichen laut Tepco bereits am Mittwoch.

Wie zudem bekannt wurde, will Tepco im Kampf gegen das Leck in Reaktor 2, aus dem radioaktiv verseuchtes Wasser direkt in den Pazifik fließt, nun chemische Polymerstoffe einsetzen. Zuvor war der Versuch, den etwa 20 Zentimeter langen Riss am unterirdischen Tunnelsystem des Reaktors mit Beton abzudichten, fehlgeschlagen. Die Bundesregierung strebt als Konsequenz aus der Atomkatastrophe einen Energiekonsens mit Opposition und gesellschaftlichen Gruppen an. Bundeskanzlerin Angela Merkel kündigte am Wochenende Gespräche mit Kirchen, Umweltverbänden und Gewerkschaften an. Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) plädierte für eine gemeinsame Linie mit SPD und Grünen. Tsp

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!