Zeitung Heute : Zweiter Master im Land

Roman Horvath hat die MW-Prüfung bestanden

Roman Horvath, derzeit Geschäftsführer der Domäne Wachau, trägt als zweiter Österreicher den Titel „Master of Wine“. Der 40jährige hat den mehrjährigen Ausbildungsgang im September 2009 erfolgreich abgeschlossen und steigt damit in die erlesene Gruppe der 280 internationalen Masters of Wine auf.

Es handelt sich dabei um die anerkannt schwerste Prüfung in Sachen Wein überhaupt. Die Qualifikation zum Master of Wine erfordert ein umfassendes Wissen im weltweiten Weinhandel, Distribution und Marketing sowie natürlich um die Weine selbst. Neben einer praktischen Verkostung und einer theoretischen Prüfung müssen die Absolventen eine Diplomarbeit vorlegen.

Josef Schuller, der Geschäftsführer der Weinakademie Österreich, hat 1998 als erster Österreicher den Titel errungen und ist derzeit der erste nichtbritische Chairman (Vorsitzende) in der 56-jährigen Geschichte des IMW. Er freut sich über Horvaths Erfolg: „Damit sollte der Bann gebrochen sein. Ich bin überzeugt, dass wir in den nächsten Jahren einige neue MWs aus den Reihen der Weinakademiker im Institute begrüßen dürfen und die Qualifikation verstärkt in Mitteleuropa positionieren können."

Roman Horvath absolvierte den Fachhochschul-Studiengang für Tourismus-Management in Wien, bestand das Diplomseminar der Weinakademie Rust als zweiter Österreicher mit Auszeichnung und absolvierte den Facharbeiterkurs für Weinbau und Kellertechnik in Krems. Abgerundet hat Horvath seine Ausbildung mit Tätigkeiten in der Gastronomie und bei „Wein & Co“, wo er vier Jahre lang für den Einkauf internationaler Weine zuständig war. Mit Jobs auf Weingütern in Frankreich und Chile erweiterte er sein Wissen und fungiert als Referent bei zahlreichen Vorträgen und Ausbildungen – unter anderem bei der Weinakademie Österreich.

Seit 2005 ist Horvath Geschäftsführer der Domäne Wachau (früher: „Freie Weingärtner“). Durch konsequente Qualitätspolitik brachte er die Genossenschaft auf Augenhöhe mit den besten Winzern des Landes und formte sie zum Aushängeschild der österreichischen Weinwirtschaft. Zu den wichtigen Auszeichnungen zählt ein Sieg bei der Veltliner-Verkostung der New York Times 2009, bei der der Terrassen-Veltliner der Domäne den ersten Platz sowie das Prädikat „best value“ erreichte – die Flasche kostet ab Lager 6,70 Euro. bm

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