Zeitung Heute : Zwischen Baden und Nevada

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Stuttgart (dpa). Steffi Graf ist zum ersten Mal seit der Geburt ihres Sohnes Jaden Gil im vergangenen Oktober wieder öffentlich in Deutschland aufgetreten. Bei einem eigens für den früheren Tennis-Star organisierten Festakt verlieh Baden-Württembergs Ministerpräsident Erwin Teufel (CDU) der Jahrhundertsportlerin Stuttgart jetzt die Verdienstmedaille des Landes. Er bezeichnete Steffi Graf in seiner Laudatio als „Beispiel an Fairness“ und als „Vorbild für junge Generationen“.

Zudem würdigte Teufel die beste Tennisspielerin des 20. Jahrhunderts für ihre herausragenden sportlichen Erfolge und das Engagement für traumatisierte Kinder mit ihrer Stiftung „Children for Tomorrow“. Die 32 Jahre alte Steffi Graf, die während ihrer 17 Jahre langen Profi-Karriere insgesamt 377 Wochen die Nummer eins der Tennis-Weltrangliste war, äußerte sich wie gewohnt bescheiden. „Solche Worte vom Ministerpräsidenten zu hören, ist nicht selbstverständlich“, sagte die in einem hellgrauen Kostüm erschienene Olympiasiegerin von 1988 in ihrem kurzen Statement.

Auf die Frage nach ihrer Heimatverbundenheit sagte die gebürtige Brühlerin: „Ich habe noch einen Teil der Familie hier und einige Freunde.“ Ihr neues Zuhause habe sie aber mit ihrem Ehemann, dem Tennis-Profi Andre Agassi, in dessen Heimat in Las Vegas im US-Bundesstaat Nevada gefunden. In Deutschland ist das Medieninteresse an der ehemaligen Tennis-Königin weiterhin sehr groß. Etwa dreißig Medienvertreter, darunter Kamerateams von allen großen deutschen Fernsehsendern, waren bei dem gut zehnminütigen Auftritt der 22-maligen Grand-Slam-Siegerin dabei.

Während André Agassi beim ATP-Turnier in Rom spielt, ist Sohn Jaden Gil seit einigen Tagen mit Steffi Graf in Deutschland. „Der kleine Mann ist dabei“, teilte die junge Mutter mit. Daher sei sie auch ein wenig müde. „Neun Stunden Zeitunterschied sind sowieso nicht so leicht wegzustecken. Und dann war die Nacht war auch nicht ganz so ruhig.“

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