Zeitung Heute : Zwischen Neid und Dankbarkeit

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Der VFB Stuttgart war 25 Jahre lang sein liebstes Kind. Allerdings ließ sich Gerhard MayerVorfelder seine Zeit dort fürstlich entlohnen – 30000 Mark nahm er nach Ende seiner Amtszeit mit. Der damals mit 36 Millionen Mark verschuldetete VfB nahm das nicht leicht und eher übel. Schließlich hatte Mayer-Vorfelder mit seiner Personalpolitik, den ausbleibenden Erfolgen und seinem hohen Anspruch in eigener Sache dem Verein auch Schaden zugefügt. „Ich weiß, das weckt Neidgefühle“, sagte er, „aber ich sehe darin nichts Außergewöhnliches.“ Unabhängige Wirtschaftsprüfer haben sich daraufhin im Auftrag der neuen VfB-Führung die Bücher der vorangegangenen Jahre angesehen und entdeckten dabei horrende Ausgaben.

DER KRITIKER: Werner Hackmann, der Präsident der Deutschen Fußball-Liga (DFL) ist vor allem über den Alleingang Mayer-Vorfelders bei der Völler-Nachfolge erbost. Hackmann ist entschieden gegen Christoph Daum, und glaubt, dass MV die Chancen der deutschen Mannschaft bei der Weltmeisterschaft 2006 gefährden würde.

DER FREUND:

Christoph Daum ist Mayer-Vorfelders Intimus, die beiden kennen sich aus Stuttgarter Zeiten. Von MV wurde er das erste Mal für das Amt des Bundestrainers vorgeschlagen, und trotz vorangegangener Kokain-Affäre ein zweites Mal in Erwägung gezogen. Tsp

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