Kultur : Theater: Zeitgenossen vor Goethe & Shakespeare

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Yasmina Rezas Komödie „Drei Mal Leben“ und Igor Bauersimas Jugenddrama „norway.today“ waren in der TheaterSpielzeit 2001/02 die meistinszenierten Stücke auf den deutschsprachigen Schauspiel-Bühnen. Wie der Deutsche Bühnenverein in Köln mitteilte, wurden die beiden Stücke der zeitgenössischen Autoren 26 Mal beziehungsweise 23 Mal in deutschsprachigen Theatern inszeniert. Mit knappem Abstand folgten als Bühnenklassiker Goethes „Faust“ und William Shakespeares „Sommernachtstraum“. Mit 47 Inszenierungen lag im Musiktheater Mozarts „Zauberflöte“ an der Spitze, gefolgt von Engelbert Humperdincks „Hänsel und Gretel“ und Mozarts „Hochzeit des Figaro“. Dabei ist die Gesamtzahl der Besucher gegenüber dem Vorjahr um eine halbe Million auf 35, 5 Millionen gestiegen. Der an der Kasse erwirtschaftete Eigenanteil der Bühnen stieg auf sechzehn Prozent des Gesamtetats. Die staatlichen Subventionen beliefen sich auf insgesamt 2,115 Milliarden Euro, was einen leichten Anstieg bedeutet.

Die Befragung von fast 360 Bühnen in Deutschland und 74 Häusern in der Schweiz und Österreich zeige „neue Spitzenreiter im Schauspiel, bewährte Klassiker im Musiktheater und viel Mut zu Ur- und Erstaufführungen“, urteilt der Bühnen-Dachverband. Neue Bühnenstücke machten mehr als 16 Prozent der Spielpläne aus. Die Zahl der Ur- und Erstaufführungen ist um 77 auf 440 Werke in der Spielzeit 2001/02 gestiegen. Die höchsten Zuschauerzahlen erreichte mit 175000 Besuchern „Der Zauberer von Oos“ des amerikanischen Schriftstellers L. Frank Baum (Mehr im Internet: Deutscher Bühnenverein: http://www.buehnenverein.de ). Tsp

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