Alter Ärger, neuer Brief : GEZ vergibt neue Identität

Wieder hat ein Gebührenzahler Post von der GEZ bekommen. Der neue Brief scheint alten Ärger aus der Welt zu schaffen.

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Verlässt die Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Deutschland, kurz GEZ, ihre selbstbewirtschaftete Servicewüste? Auf den Artikel „Wer sind Sie, und wenn ja, warum?“ (Tagesspiegel vom 22. Mai), in dem ich meinen Tort mit der GEZ aufgeschrieben hatte wegen angeblicher Gewerbetätigkeit und der ungeklärten Frage, unter welcher Adresse meine Rundfunkgeräte wohnen und empfangen, hat sich die Behörde rasch gemeldet.

Der GEZ-Brief kommt nicht aus der Maschine, er kommt aus der Abteilung Recht und Personal, um „Ihre Gebührenangelegenheit zu bereinigen“. Demnach wird mein bisheriges Teilnehmerkonto abgemeldet, da „eine Umschreibung auf ,privat’ leider nicht möglich ist“. Mit der Abmeldung werde ich zugleich bei der GEZ neu angemeldet, ich bekomme also eine neue Identität. Damit soll auch sichergestellt sein, dass meine bisherige, von der GEZ jedoch dementierte Adresse als Wohnsitz meiner Rundfunkgeräte anerkannt wird. „Es tut uns leid, dass Ihnen durch den falschen Nutzungseintrag (wie auch immer es bei der Anmeldung dazu kam), solche Unannehmlichkeiten entstanden sind“, heißt es weiter. Sollten noch Fragen offen sein, soll ich anrufen. Das werde ich erst einmal unterlassen, denn jeder Anruf bei der GEZ kostet den Gebührenzahler Geld.

Eine spannende Frage bleibt: Wird die Gebühreneinzugszentrale mit meiner neuen Identität klarkommen, ist das der Beginn einer großen Freundschaft oder ist das der Auftakt zu einer neuen Beziehungskrise? Joachim Huber

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