Medien : „Altern, ohne zu veralten“ PETER HAHNE (53)

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Hurra, die Alten kommen! Kein ergrautes Proletariat, obwohl es still wird im vergreisten Deutschland, denn nur Kindergeschrei ist Zukunftsmusik. Nein, wir Alten werden von Handel und Politik umworben wie nie eine Generation zuvor. Ohne uns gibt es weder Umsätze noch Mehrheiten. Schluss mit dem infantilen Jugendwahn, Firmen werden mit ihrer Belegschaft alt, die Wirtschaft angekurbelt.

Ich will zu meinem Alter stehen und nicht durch kecke Kostümierung die Zeitmaschine meiner Lebensuhr zurückdrehen. Ich will mich aufs Alter vorbereiten, damit nach dem hektischen Berufsleben nicht plötzlich Leere und Langeweile ständige Gäste sind. Dass man nicht durchhängt, wenn man den Job an den Nagel hängt. Man kann zwar nichts dagegen tun, dass man altert, wohl aber, dass man veraltet. Wer das Glück nur in der Vergangenheit sucht und seinem Leben nichts Neues mehr abgewinnt, hat bereits zu sterben begonnen.

Jede Lebensphase hat ihren eigenen Wert. Ein alter Mensch ist mehr als ein Junggewesener. Wer keine Pläne, keine Perspektiven und keinen Bekanntenkreis hat, der rangiert sich selbst aufs Abstellgleis.

Ich will nicht nur meine Jahre, sondern auch in der Gesellschaft etwas zählen. Denn ohne mein Lebenswissen wird die junge Generation arm, weil „das Alter eines Menschen eine schöne Fracht von Erfahrungen bedeutet“, wie der französische Schrifsteller Antoine de Saint-Exupéry einst schrieb. Wer meine Rente erarbeitet, tut sich, nicht mir einen Gefallen.

BERUF

Fernsehmoderator,

Bestsellerautor

LEBT IN

Berlin

FAMILIE

Ein Bruder, ledig,

keine Kinder

GEPLANTER

RENTENEINTRITT

Halte ich mir offen

ALTERSVORSORGE

Immobilien

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