Medien : An Gerhard Ziegler Geschäftsführer PC Notruf

Die Grenzen neu festlegen

An Gerhard Ziegler

Wie kann ich die Aufteilung meiner Festplatte nachträglich verändern und welche Gefahren bestehen dabei?

Eigentlich ist die Festplatte groß genug, doch die am Anfang vorgenommene Unterteilung in einzelne Bereiche – die so genannten Partitionen – erweist sich als unvorteilhaft. Entweder reicht die Datenpartition nicht aus oder die Systempartition ist zu klein. Egal was es ist, man benötigt eine nachträgliche Änderung. Und die sollte so funktionieren, dass Betriebssystem und Programme sowie alle eigenen Dateien und Einstellungen erhalten bleiben.

Hierfür gibt es Programme, mit denen die Aufteilung der Festplatte geändert werden kann. Das bekannteste heißt PartitionMagic. Bevor aber der Partitionierer gestartet wird, müssen unbedingt die auf der Festplatte vorhandenen Daten gesichert werden. Sollte alles schief gehen, kann man wenigstens den alten Zustand herstellen. Grundsätzlich gilt: Sollten Sie unsicher sein, ändern Sie die Partitionen entweder mit einem in Computern versierten Bekannten oder wenden Sie sich an professionelle Experten.

Vor der Partitionsänderung sollte man sich vergewissern, dass die Partitionen fehlerfrei sind. Dabei hilft Scan-Disk von Windows. Nun muss genau überlegt werden, wie die Partitionen neu aufgeteilt werden sollen. Dabei gilt: Jedes Verändern der Partitionstabelle birgt die Gefahr des Datenverlusts. Darum sollten so wenig Änderungen wie möglich vorgenommen werden.

Sollte es zu einem Problem kommen – und diesen Fall sollte man durchaus einplanen –, geraten Sie nicht in Panik. Das wichtigste ist nun, alles zu kopieren, was noch lesbar ist. Nutzen Sie dazu unbedingt externe Datenträger als Speichermöglichkeit (USB-Sticks, externe Festplatte). Auf keinen Fall dürfen Sie Daten innerhalb einer Partition kopieren. Wenn die Partition nicht mehr lesbar ist, helfen oftmals Datenrettungsprogramme. Sie durchsuchen die Festplatte unabhängig von Partitionsgrenzen und können somit noch Dateien finden, die dem Betriebssystem verborgen bleiben. Sollte das alles nichts nützen, greifen Sie auf die anfangs erstellte Datensicherung zurück. Foto: Mike Wolff

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