Medien : an Lutz Treutler Geschäftsführer Combox

Timeout bei E-Mails

an Lutz Treutler

Wenn das Schreiben einer E-Mail länger als fünf Minuten dauert, wird die Absendung mit dem Hinweis auf Zeitüberschreitung verweigert. Ist das normal?

Sie schreiben, die Ursache liege nicht beim Provider, und Sie haben das Betriebssystem Windows XP Home Edition-SP2. Ich gehe davon aus, dass Sie Ihre E-Mails über einen Web-Mailer, also in einem Browser, bearbeiten. Bei der Anmeldung bei einem Webmail-basierten E-Mail-Anbieter wie zum Beispiel GMX, Web.de oder Hotmail wird eine sogenannte Sitzungskennnummer (Session-ID) erzeugt. Diese ID berechtigt Sie zum Zugriff auf die Seiten, solange Sie angemeldet sind. Melden Sie sich wieder ab, erklärt der Server des Anbieters die ID für ungültig und verhindert somit ein erneutes Aufrufen der Seite ohne vorherige Passwortabfrage. Für den Fall, dass Sie den Browser einfach schließen und die ID nicht (wie es sich gehört) durch einen Klick auf den Logout-Button annullieren, erledigt das ein sogenannter Time-out-Mechanismus für Sie. Nach einer vom Anbieter definierten Zeit der Inaktivität wird die ID für ungültig erklärt.

Wenn Sie jetzt eine Weile an Ihrem E-Mail-Text arbeiten, kann es sein, dass diese Time-out-Zeitspanne überschritten wird. Da der Server des Anbieters Ihre Texteingaben nicht feststellen kann und keinen Absendebefehl erhält, geht er nach der definierten Zeitspanne von einem geschlossenen Browser oder einer unterbrochenen Verbindung aus. Ihr Klick auf den „Absenden“-Button wird dann mangels gültiger ID mit einer Fehlermeldung quittiert.

Fragen Sie bei Ihrem Provider nach, ob der Timeout in den Einstellungen individuell bestimmt werden kann, und erhöhen Sie den Wert gegebenenfalls. Manche Provider setzen zur Autorisierung Cookies ein. Überprüfen Sie Ihre Browser-Einstellungen hinsichtlich der Akzeptanz der sonst eher ungewollten „Datenstempel“. Möglich wäre auch die Verwendung eines E-Mail-Clients wie Outlook Express, Outlook oder Thunderbird.Foto: Kitty Kleist-Heinrich

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