Medien : Anlegermagazine: Baisse der Börsentitel

Der Kurssturz an den Börsen hat im ersten Quartal dieses Jahres auch die Auflage zahlreicher Anlegermagazine einbrechen lassen. "Börse online" verzeichnete bei 226 000 verkauften Exemplaren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Minus von 37,5 Prozent, "Der Aktionär" verkaufte nur noch 91 000 Hefte (minus 35,9 Prozent) und "Finanzen" (120 000) meldete ein Minus von 14,4 Prozent. Etwas glimpflicher waren die Verluste bei "Geldidee" (202 000 Auflage) und "Euro am Sonntag" (159 000), die jeweils 10,5 Prozent Käufer verloren. Dies geht aus den am Mittwoch vorgelegten Zahlen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) hervor.

Auflagengewinner unter den Zeitschriften sind im ersten Quartal dieses Jahres die auf Entertainment spezialisierten Leute-Zeitschriften. Die Auflage der "Bunten" legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,2 Prozent auf 789000 verkaufte Exemplare zu. Der Konkurrent "Gala" verkaufte knapp 336 000, ein Plus von 10,3 Prozent. Ihren Abwärtstrend stoppen konnte die Jugendzeitschrift "Bravo": Das Teenie-Blatt meldete einen Anstieg von 7,5 Prozent auf knapp 772 000 Hefte. Die als "Bravo"-Konkurrenz auf den Markt gekommene "Yam" verkaufte 280 000 Exemplare.

Im Wettstreit der aktuellen Wochenmagazine legte der "Stern" um 0,3 Prozent auf 1,077 Millionen verkaufte Exemplare zu. "Der Spiegel" verlor 0,2 Prozent auf 1,049 Millionen, "Focus" meldete mit knapp 773 000 ein Minus von 4,7 Prozent. Bei den Wochenzeitungen verlor "Die Welt am Sonntag" (413 000) fünf Prozent, "Die Zeit" (436 000) 2,3 Prozent. Ein leichtes Plus von 0,5 Prozent verzeichnete dagegen "Die Woche" (130 000 Auflage).

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