Apple : Was steckt hinter dem Phänomen Steve Jobs?

Er hat Apple gegründet und groß gemacht. Nun verlässt Steve Jobs die Konzernspitze.

Kurt Sagatz
Wie es anfing. Steve Jobs (r.) und Mitbegründer Steve Wozniak Ende der 70er Jahre, in den frühen Apple-Tagen.
Wie es anfing. Steve Jobs (r.) und Mitbegründer Steve Wozniak Ende der 70er Jahre, in den frühen Apple-Tagen.Foto: REUTERS

So manches Dementi stellt sich später als Bestätigung heraus: Vor wenigen Tagen kündigte die US-Buchhandelskette Barnes & Noble an, dass die Veröffentlichung der ersten und einzigen von Steve Jobs autorisierten Biografie auf November vorverlegt werde. Alle bisherigen Biografien waren vom Apple-Chef torpediert oder zurückgehalten worden. Kurz darauf sagte der Autor der neuen Biografie, „Times“-Journalist Walter Isaacson, die Vorverlegung habe nichts mit der Verschlechterung von Jobs’ Gesundheitszustand zu tun. So nah wie er war kein anderer Journalist dem schwer kranken Firmenchef in den letzten Monaten gekommen. Für seine Recherchen hatte er nicht nur mit Apple-Mitarbeitern, Familienmitgliedern, Freunden und Konkurrenten gesprochen, sondern auch über 40 Interviews mit Jobs geführt. Am Mittwochabend nun gab Jobs den Rückzug vom Vorstandsvorsitz bekannt, wiederum ergänzt um das Statement aus dem Unternehmen, dies sei nicht als Hinweis auf eine plötzliche Verschlechterung von Jobs’ Gesundheitszustand zu sehen.

Jobs bei einer Präsentation im Jahr 2008.
Jobs bei einer Präsentation im Jahr 2008.Foto: dapd

Warum gibt Steve Jobs die Führung ab?

Das Ende von Steve Jobs’ Zeit als aktiver Lenker von Apple zeichnete sich seit längerem ab. 2004 wurde er wegen einer lebensbedrohenden Bauchspeicheldrüsenkrebs-Erkrankung operiert. Im Frühjahr 2009 unterzog sich Jobs einer Lebertransplantation, bei jedem öffentlichen Auftritt wurden die Veränderungen stärker sichtbar. In beiden Fällen wurden Apple-Fans, Aktionäre und Analysten erst viel später über die Art der Erkrankung informiert. Ende Januar 2011 zog sich der Apple-Mitbegründer erneut aus gesundheitlichen Gründen aus dem Tagesgeschäft zurück. Auch diesmal ohne Angabe genauerer Gründe.

„Ich habe immer gesagt, dass wenn jemals der Tag kommen sollte, an dem ich nicht länger meine Aufgaben und Erwartungen als CEO von Apple erfüllen kann, ich der Erste wäre, der Euch das wissen lässt“, teilte der 56-Jährige nun dem Apple-Aufsichtsrat und seinen Mitarbeitern mit. „Leider ist dieser Tag gekommen.“ Künftig möchte er als Aufsichtsratsvorsitzender Apple behilflich sein. „Ich glaube, dass die besten und innovativsten Tage noch vor Apple liegen. Und ich freue mich darauf, den Erfolg von Apple in einer neuen Rolle zu sehen und dazu beizutragen“, schließt Jobs die Mitteilung.

Wie wurde Jobs so erfolgreich? Lesen Sie weiter auf Seite 2.

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