Medien : "B.Z.": Chefredakteur schickt beide Vize in Urlaub

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"B.Z."-Chefredakteur Georg Gafron ist gerade erst aus seinem Urlaub zurückgekehrt und offensichtlich derart gut erholt, dass er vorerst keine Stellvertreter braucht. Und das in diesen Wochen, in denen der Berliner Wahlkampf so richtig ins Rollen kommt.

Bei der Boulevardzeitung aus dem Axel Springer Verlag gibt es bis dato zwei stellvertretende Chefredakteure: Michael Stüber hat diesen Posten schon lange und ist mittlerweile einer der ganz wenigen, die sich im Redaktionsbetrieb der "B.Z." noch wirklich auskennen. Am Montag, einen Tag, nachdem sich Gafron mit einem Hundert,6-Interview mit dem PDS-Kandidaten für das Amt des Regierenden Bürgermeisters in Berlin, Gregor Gysi, zurückgemeldet hat, erfuhr Stüber, dass er fürs Erste - die Rede ist von einer Zeit bis Ende März - nurmehr zwei Tage die Woche zu kommen brauche. Dem Vernehmen nach soll diese Form der Teilzeitarbeit bis Ende März dauern. Stüber soll sich bei Redakteuren mit den Worten "Guten Rutsch" verabschiedet haben.

Der zweite stellvertretende Chefredakteur ist Sebastian Zabel. Der frühere Lokalchef stieg auf, nachdem sich Gafron von seinem Vize Hansjörn Muder getrennt hatte. Während Gafrons Abwesenheit hatten Zabel und Stüber das Blatt gemeinsam gemacht. Zabel soll nun ebenfalls seine "freien Tage abbummeln", und zwar am Stück, lautet die Begründung aus der Redaktion. Der "Zwangsurlaub", wie es manche nennen, dauere bis Mitte/Ende Oktober. Ein personeller Wechsel auf der Ebene der stellvertretenden Chefredakteure stehe nicht an, sagte Springer-Sprecherin Carola Schmidt. Sie empfinde es als "honorig", dass Gafron den beiden Stellvertretern die Gelegenheit gibt, die vielen angesammelten freien Tage und ihren Urlaub zu nehmen. Gafron selbst war nicht zu sprechen.

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