Medien : Barbara Mirow soll den Hörfunk beim RBB leiten

Joachim Huber

Am 11. Oktober hat der Rundfunkrat des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) eine wichtige Aufgabe. Das Gremium muss die Kandidaten für die vier Direktorenposten der Zweiländeranstalt bestätigen. Das alleinige Vorschlagsrecht hat Intendantin Dagmar Reim. Fest steht, dass Hörfunkdirektorin Hannelore Steer nicht in die Verlängerung gehen wird. Sie hätte sich eine Fortsetzung vorstellen können, heißt es im Sender. Reim wäre dem nicht abgeneigt gewesen, sofern ihre Wunschkandidatin jetzt nicht gekonnt hätte: Barbara Mirow, Chefin von NDR Kultur in Hamburg, soll Hannelore Steer ablösen. Mirow leitet das NDR-Programm seit September 2003.

Dem amtierenden RBB-Fernsehdirektor Gabriel Heim läuft der Erfolg nicht in der Weise nach, wie er dem Erfolg nachläuft. Möglich, dass Heims Vertrag trotzdem um zwei Jahre verlängert wird, ehe dann die ganz große Lösung in Angriff genommen wird – ein Programmdirektor für Hörfunk und Fernsehen. Das sähe sich innovativ an.

Hagen Brandstäter ist der Verwaltungsdirektor des RBB. Manche sagen, er käme für den gleichen Posten beim Westdeutschen Rundfunk in Frage, manche sehen dort keine Chancen für Brandstäter, die Mehrheit erwartet seinen Verbleib beim RBB. Die Leistungsbilanz von Produktions- und Betriebsdirektor Nawid Goudarzi sieht so zwiespältig aus, dass über einen Nachfolger spekuliert wird.

Bleibt einer, der kein Direktor ist, aber dringendst einer werden will: Reinhart Binder, der Leiter der Intendanz und in Personalunion der Justiziar des Senders. Zweifelhaft, ob Binder in dieser Runde zum juristischen Direktor ernannt wird. Fünf Direktoren in einer der kleineren ARD-Anstalten, das sieht optisch gar nicht gut aus, zumal doch immer und überall gespart werden soll. Eine „Direktorenschwemme“ kann sich der RBB nicht leisten. Joachim Huber

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