Medien : Big Brother III: Harmonie in C-Dur

Markus Huber

In der ersten Staffel war es sanfte, melodiöse Rap-Musik: "Leb, so wie du dich fühlst" sang die "Dritte Generation", und "Big Brother" war schon allein deshalb im Gespräch, weil es "Big Brother" gab. Beim zweiten Versuch war Herr Berger dran, der milchgesichtige Sohn von Cindy und Bert, und er röhrte zu schweren E-Gitarren-Riffs "Zeig mir dein Gesicht". Durch bewusste Reduktion des Grundnahrungsmittels Tabak wollte "Big Brother" Konflikte im Container schüren, wollte, dass die Kandidaten aus sich herausgehen. Und jetzt?

Ruhige Töne von Ayman, eine Gitarre, die an laue Sommerabende in Spanien erinnern soll. Und dann hat "Big Brother" auch noch die Farbe gewechselt: Das Logo ist zwar unverändert in Marineblau gehalten, aber die Hintergründe der Einblendungen sind in freundlich-warmes Gelb-Orange getaucht. Was das wohl zu bedeuten hat? Ein Pärchen ist in Köln-Hürth eingezogen, ein lockiger Latin-Lover namens Wulf, für "alles aufgeschlossene" Single-Frauen wie Tajana. Keine Tür in der Dusche, eine großzügige, immer geheizte Sauna. Wenn das mal nicht für zu viel Container-Harmonie sorgt.

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