Medien : Bloß nicht plump daherreden

WM: Jürgen Klinsmann stellt sich als Experte vor

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Im Kontakt mit Löw. Klinsmann wird neun WM-Spiele für RTL analysieren. Foto: ddp
Im Kontakt mit Löw. Klinsmann wird neun WM-Spiele für RTL analysieren. Foto: ddpFoto: ddp

Eines hat RTL bei der Fußball-WM mit der ARD gemeinsam: mit Jürgen Klinsmann einen weltmeisterlichen TV–Experten. Wenn es in neun Tagen in Südafrika losgeht, wird der Ex-Spieler und Ex-Nationaltrainer das Team des Kölner Privatsenders vor Ort verstärken. Neun Spiele darf RTL übertragen, unter anderem eine Partie zum Auftakt am übernächsten Freitag: Uruguay gegen Frankreich (ab 20 Uhr 30). Deutsche Spiele werden nicht dabei sein, aber immerhin steht Klinsmann im regelmäßigen Kontakt mit dem Trainer. Und er hoffe, dass Joachim Löw noch lange Bundestrainer bleibt. Das sagte Klinsmann auf einer von RTL am späten Dienstagnachmittag einberufenen Pressekonferenz, die ein Dutzend Journalisten telefonisch mit Jürgen Klinsmann in Kalifornien verband. Das kommt nicht alle Tage vor, aber der Befragte ist auch nicht irgendwer. Sein Verhältnis zu den Medien galt lange Zeit als gespannt. So überrascht es nicht, dass bei dem Termin nur über „WM-relevante Themen“ gesprochen werden sollte. Kein Kommentar zur Entwicklung des FC Bayern und der vielen Bayern-Spieler im Nationalteam. Klinsmann wurde im Juli 2008 Trainer bei Bayern München und im April 2009 spektakulär freigestellt. Zuletzt wurde Klinsmann mit dem Job als Trainer der USA in Verbindung gebracht. Ob er sich vorstellen könne, nach seinem Einsatz als TV-Experte eine Mannschaft zu übernehmen? „Es ist alles möglich.“ Auch für die ersatzgeschwächte junge, deutsche Mannschaft bei der WM. Zunächst einmal wolle er seine TV-Analysen an der Seite von Florian König ohne Polemik herüberbringen, nicht plump daherreden. Typisch Klinsmann. Markus Ehrenberg

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