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Bundesliga-Rechte : Verbindung wird gehalten

18.04.2012 17:31 Uhrvon und
Mit über 100 Millionen Euro für die Bundesliga-Rechte in der aktuellen Laufzeit hat die Telekom „Liga total“ gepusht.Bild vergrößern
Mit über 100 Millionen Euro für die Bundesliga-Rechte in der aktuellen Laufzeit hat die Telekom „Liga total“ gepusht. - Foto: dpa

Die Telekom hat nach der Vergabe der Fußball-Bundesligarechte am Dienstag noch nichts in der Hand. Eine Einigung mit Sky scheint allerdings möglich. Auch die Sportschau bekommt Konkurrenz.

„Unsere Kunden müssen in nicht allzu ferner Zukunft wissen, wie es bei Entertain in einem Jahr mit der Übertragung der Bundesliga-Spiele aussieht“. Die Telekom AG blickt am Tag nach der herben Enttäuschung über die Vergabe der Fußball-Bundesligarechte durch die Deutsche Fußball Liga (DFL), bei der die Bonner leer ausgegangen sind, wieder nach vorne. Vor allem will sich der Konzern nicht unter Druck setzen lassen.

Für die kommende Bundesliga-Saison 2012/13 bleibt erst einmal alles, so wie es ist – und zwar sowohl für die Telekom, seine Entertain-Kunden, also Kunden, die das Internet-TV-Programm der Telekom empfangen, und auch für die Constantin Medien AG, die das Fußball-Produkt „Liga total“ für die Telekom produziert, sagte ein Sprecher.

Der Vertrag mit Constantin endet nach Angaben der Bonner automatisch mit Ablauf des bestehenden Rechtepakets am Ende der kommenden Bundesliga-Saison. Christian Illek, der Marketingchef der Telekom, hatte schon am Dienstag bezweifelt, dass es „Liga total“ in der jetzigen Konstellation weitergeben werde.

Insgesamt garantiert der Fernsehvertrag der DFL ein Plus von über 50 Prozent an den Erlösen für die Spielzeiten 2013/14 bis 2016/17. Durchschnittlich sind die Rechte am Bundesliga-Fußball den Medienpartnern 628 Millionen Euro pro Saison wert. Den Aufschlag hat die Liga vor allem dem Bezahlsender Sky zu verdanken, der den Großteil der Summe beisteuert. Aber auch ARD, ZDF, Sport 1 und bild.de sind im Geschäft. Nur die Telekom ging komplett leer aus.

Oberstes Ziel dieser Telekom-Sparte ist nun, sich mit allen möglichen und vertretbaren Mitteln dafür einsetzen, den Kunden auch von der Saison 2013/14 an ein attraktives Fußball-Paket anbieten zu können. Dazu hofft man auf konstruktive Gespräche mit Sky. Für die Telekom sind sämtliche Szenarien von der Sublizenzierung der Bundesliga-Rechte bis hin zur Einspeisung des Sky-Angebotes in die Entertain-Plattform denkbar. Auch wenn von Optimismus in Bonn derzeit wenig zu spüren ist, setzt die Telekom auf gewichtige Argumente. Zum einen auf den inzwischen auf 1,6 Millionen Kunden angewachsenen Abonnentenstamm bei Entertain. Gut zehn Prozent dieser Kunden haben zusätzlich ein Fußball-Paket geordert. Zu diesen rund 160 000 IPTV-Abonnenten kommt nach Angaben des Sprechers noch einmal eine ungefähr gleich große Zahl von Telekom-Kunden, die mobil „Liga total“ abrufen.

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