Medien : Dallas liegt in Bayern: Neue Folgen von „Samt & Seide“

Thilo Wydra

Die Verjüngungskur des ZDF hält an. Die relevante Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen soll an den Mainzer Sender gebunden werden. Jedenfalls wurde nun auch die Vorabendserie „Samt & Seide“ einer Generalsanierung unterzogen.

Zum Start der fünften Staffel der Serie, die seit Januar 2000 mit den Durchschnitts-Werten von 4,5 Millionen Zuschauern läuft, gibt es gleich diverse Neuerungen: Neben dem zentralen Schauplatz der Fugger-Stadt Augsburg, wo Familie Althofer seit eh und je ihren Modefirmensitz hat, zeigt man etwa Südafrika in all seiner Pracht, wo Mode-Foto-Shootings am Strand gemacht werden. „Nicht, weil Augsburg zu langweilig geworden ist“, sagt der verantwortliche Redakteur Stephan Wiesehöfer, „nein, Augsburg hat den Charme der Provinz, und dagegen setzen wir im Zeitalter der Globalisierung attraktive Bilder aus Südafrika“.

Auch werden neben dem bestehenden Ensemble um Charles Brauer, Christina Rainer, Marcus Mittermaier („Muxmäuschenstill“) und Stephan Ullrich neue Rollen eingeführt, etwa jene des aus Südafrika kommenden undurchsichtigen Firmen-Neulings Stefan Gronewoldt, besetzt mit dem US-Schauspieler Tim Williams („Suche impotenten Mann fürs Leben“). Das ZDF verspricht „neue Brisanz, spannende Dramen und Konflikte, sowie einen Wechsel zwischen kurzen und langbogigen Geschichten“. Doch trotz der Verjüngungskur ist das Stammpublikum der Mainzer ein eher älteres, das weiß auch „Samt & Seide“-Redakteur Wiesehöfer, der aber zu bedenken gibt, dass deren Sehverhalten sich ja auch verändere. Und: Die Serie sei bei unter 30-Jährigen zwar sehr schwach, deutlich darüber aber stärker. Daher enthalte sie nun mehr „Girls-Talk“. Nur ein Beispiel. Bis zum 27. Januar wird gesendet, da läuft dann Folge 114. Schlusssatz: „Es geht lebensbejahend weiter“. Nun gut.

„Samt & Seide“: ZDF, 19 Uhr 25

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