Datenschutz : Google: Internet-Ampeln sollen Datenschutz regeln

Online-Unternehmen, Bürgerrechtler und Datenschutz-Experten sprechen sich für international einheitliche Regeln beim Datenschutz im Internet und mehr Transparenz für die Nutzer aus.

„Einheitliche Standards wären ein Fortschritt, damit die User wissen, was mit ihren Daten geschieht“, sagte Markus Berger-de León, Chef des Studentennetzwerkes StudiVZ, auf der Veranstaltung „Digitale Preisgabe“ der Medienwoche in Berlin. Auch wenn die VZ–Gruppe keine schwarzen Zahlen schreibe, lasse man sich nicht von Werbekunden erpressen, Nutzerdaten weiterzugeben, versprach Berger-de León. Vor anderthalb Jahren hatte StudiVZ unter seinem Vorgänger Marcus Riecke versucht, Nutzerdaten für zielgerichtete Werbung zu analysieren, musste aber das Vorhaben nach Protesten der Nutzer modifzieren.

Die Podiumsteilnehmer lobten zudem die Projekte, die der Google-Datenschutzbeauftragte Per Meyerdierks vorstellte: Neben den ausführlichen AGBs bietet Google auch einen einseitigen Datenschutzüberblick und Erklärvideos an. Anklang fand die von Meyerdierks angesprochene Idee, Informationen zur Datenspeicherung auf einen Blick durch eine Ampel darzustellen, die sogenannte „Human Readable Privacy“. Kleine Symbole stellen dabei dar, welche Daten von einer Webseite wie lange gespeichert werden. Christina Rhode von der EU-Initiative „klicksafe“ forderte, vor allem Eltern über den Schutz ihrer Kinder im Internet aufzuklären. Zu den Gefahren gehört vor allem das „Cybermobbing“, die Bloßstellung durch andere Nutzer in sozialen Netzwerken. Berger-de León sagte dazu, auf der Seite SchülerVZ, die zu StudiVZ gehört, „geht es zu wie auf jedem deutschen Schulhof auch“. Dennoch prüfe man jeden gemeldeten Fall und gehe dagegen vor, bis hin zur Meldung bei der Polizei. dob

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