Medien : Dauerverbindungen haben es in sich

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Mit Flatrate. Die Tücken der Technik sind es, die bei vielen Kunden mit Zeit- oder Volumentarifen, den sogenannten Flatrates, für überhöhte Internetrechnungen sorgen und die bei den Verbraucherschützern zum Alltagsgeschäft gehören. Das funktioniert so, erklärt Verbraucherschutzanwalt Bernd Ruschinzik: „Gehe ich über einen Router ins Internet, dann tut das Gerät das, was seine Bestimmung ist: Es versucht, eine Internetverbindung herzustellen.“ Und zwar oft auch dann, wenn der Rechner ausgeschaltet ist – solange nur das Gerät, der Router, eingeschaltet ist. Je nachdem, wie die Flatrate gestaltet ist, kann das ein böses Erwachen geben. Im Falle eines Volumentarifs zum Beispiel könnte sich der Nachbar zum Download von Musik und Filmen des fremden Internetzugangs bedienen. Computernutzer sollten bei ihrem DSL-Router stets die höchstmögliche, komplexe Verschlüsselung einstellen, in der Regel bei neueren Geräten WPA2.

Ohne Flatrate. Bei Internet-Usern ohne Flatrate hat Bernd Ruschinzik schon Rechnungen von mehreren hundert Euro gesehen, die alleine durch den Router verursacht wurden.

Da diese Geräte in immer mehr Haushalten zu finden sind – oft in Verbindung mit einem drahtlosen Internetzugang via WLAN wie zum Beispiel über die Fritz-Box (siehe Foto) oder dann, wenn mehrere Rechner über einen Anschluss ins Netz gebracht werden –, sollte man unbedingt auf die richtige Konfiguration achten oder den Router schlicht am Gerät von Hand ausschalten. kko

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