Medien : Die liberale Grundhaltung als Teil der AG-Statuten

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VON DER GRÜNDERZEIT

ZUR AKTIENGESELLSCHAFT

Im Jahr 1780 wird die „Zürcher Zeitung“ vom Maler, Schriftsteller und Verleger Salomon Gessner gegründet. Bis 1821 wird sie zweimal wöchentlich im „Orell, Gessner, Füssli & Cie Verlag“ herausgegeben. Mit dem Übergang zum dreimaligen Erscheinen erhält die Zeitung 1821 den Namen „Neue Zürcher Zeitung“. Die „NZZ“ feiert einen ihrer größten politischen Erfolge im Jahr 1848 : Die Schaffung des liberalen Bundesstaates und die Einführung der Pressefreiheit.

1868 : Die „Aktiengesellschaft für die Neue Zürcher Zeitung“ wird gegründet. Die liberale Grundhaltung der Zeitung ist Teil der Statuten.

KONSOLIDIERUNG

UND AUFSCHWUNG

1894: Die „NZZ“ baut ein eigenes Redaktionsgebäude, übernimmt Druck, Satz und Vertrieb und kann daraufhin als einziges schweizerisches Presseprodukt dreimal täglich erscheinen. 1927 weitet die „NZZ“ ihre Aktivitäten auch auf den Buchverlag aus. 1933 übernimmt Willy Bretscher die Chefredaktion der „NZZ“. Unter ihm zeichnet sich das Blatt durch die Gegnerschaft zum Nationalsozialismus aus und wurde in den Nachkriegsjahren zum bevorzugten Blatt von Konrad Adenauer. 1937 : Lancierung der „Fernausgabe“ für eine internationale Leserschaft.

INTERNATIONALER

ANSPRUCH

1974: Die „Neuer Zürcher“ erscheint nur noch einmal täglich. 1991 erscheint das Monatsmagazin „NZZ Folio“ zum ersten Mal. 1993 wird die TV-Sendung „NZZ Format“, die auf SF2 in der Schweiz und auf VOX und XXP in Deutschland ausgestrahlt wird, zum ersten Mal gesendet. 1995 : Start der „Internationalen Ausgabe“ der „NZZ“. Diese wird seither gleichzeitig mit der Inlandsausgabe an zwei verschiedenen Standorten, Passau und Offenbach, in Deutschland gedruckt. 1997: Start des Internetangebots „ NZZ Online“. Heute : Die „NZZ“ verkauft durchschnittlich 155 000 Exemplare. Die internationale Ausgabe, mit 20 000 Exemplaren, macht rund 12 Prozent der Gesamtauflage aus. Die „NZZ“ stützt sich auf ein Netz von 60 Korrespondenten und hat 100 Redaktionsmitglieder. Die NZZ group, die auch Anteile an mehreren Verlagen und Zeitungen besitzt, wird von rund 1400 Kleinaktionären gehalten, die maximal ein Prozent der Aktien besitzen dürfen. am

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