Forschungszentrum Jülich : Mit neuem Supercomputer in die Weltspitze

16 Schränke, so groß wie Telefonzellen - der Supercomputer wird das Jülicher Forschungszentrum in die erste Liga der Hochleistungsrechner katapultieren. Mit der Maschine können beispielsweise extrem komplexe Klimasimulationen berechnet werden.

JülichMit einem neuen Supercomputer will das Forschungszentrum Jülich an die Weltspitze der schnellsten Rechner vordringen. Der Rechner soll bis zum Herbst installiert werden, teilte das Forschungszentrum mit. Der Computer des Herstellers IBM aus der Serie Blue Gene/P werde mit 220 Billionen Operationen pro Sekunde Europas schnellster Rechner sein und im weltweiten Ranking voraussichtlich Platz drei belegen. Mit der Vertragsunterzeichnung gaben IBM und das Forschungszentrum am Montag den Startschuss für die Aufbauphase.

"Mit diesem Schritt legen wir die Basis, um auch in Zukunft der Wissenschaft ausreichende Rechenkapazitäten für Computersimulationen bereitzustellen", sagte der Vorstandsvorsitzende des Forschungszentrums, Professor Achim Bachem. Mit 50 Billionen Rechenoperationen hält Jülich zur Zeit weltweit den 13. Platz. Mit dem neuen Hochleistungsrechner will sich die Einrichtung auch als Standort für einen der vier europäischen Petaflop-Rechner empfehlen. Diese neue Generation der Supercomputer soll eine Leistung von 1000 Billionen Operationen haben. Das Auswahlverfahren dafür soll 2009 beginnen.

Zu den Kosten der neuen Maschine wurden keine Angaben gemacht, das Land Nordrhein-Westfalen übernimmt aber 5,8 Millionen Euro. Der neue Rechner wird in 16 Schränken mit der Größe von Telefonzellen untergebracht. Auf Jülicher Supercomputern rechnen rund 200 europäische Forschergruppen aus allen Bereichen. Mit Supercomputern lassen sich Experimente nachbilden und berechnen, die mit anderen Mitteln nicht möglich sind, zum Beispiel Klimasimulationen. (mit dpa)

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