TV : EM-Fernsehen: Mobil auch bei Verlängerung

Wer auf dem DVB-T-Handy Spiele der Europameisterschaft sehen will, dem könnte unter Umständen durch die Akkulaufzeit Verlängerung und Elfmeterschießen verwehrt bleiben. Der Akku des TechniMax hält dagegen über drei Stunden. Ein Test

Kurt Sagatz

Bei der am Samstag beginnenden Fußball-Europameisterschaft gibt es kaum noch einen Grund, auch nur auf eine einzige Torszene zu verzichten. Dafür sorgen Public Viewing und DVB-T-Handys. Bei Letzteren kann man allerdings für die Finalspiele nur hoffen, dass sie ohne Verlängerung und Elfmeterschießen auskommen. Anders beim neuen mobilen DVB-T-Empfänger TechniMax von Technisat. Dieses Gerät hält im Fernsehbetrieb 3,5 Stunden durch, beim Betrachten von Videos (entweder aus dem eingebauten Speicher von zwei Gigabyte oder von der bis zu vier Gigabyte großen Mini-SD-Karte) sind sogar zehn Stunden und als MP3-Player beziehungsweise UKW-Radio 20 Stunden Akku-Reichweite drin.

Trotz der fragil wirkenden Mini-Antenne war der TV-Empfang bei unserem Test auch unter schwierigen Bedingungen gut. Das Breitbild mit einer Auflösung von 480 mal 272 Pixeln stellt das Fernsehbild erstaunlich scharf dar, die Laufbänder von n-tv und N24 lassen sich gut lesen und auch Bewegungen gibt das TFT-Display ohne Nachzieher wieder. Außer bei direkter Sonneneinstrahlung ist das TV-Bild auch im Außeneinsatz gut erkennbar.

Gesteuert wird der TechniMax über eine berührungsempfindliche Tastenleiste neben dem Breitbild-Display. Die Anschlüsse unter anderem für USB 2.0 werden von Staubkappen geschützt. Beeindruckt hat uns neben der Funktionsvielfalt (kann sogar als digitaler Bilderrahmen für jpg-Fotos genutzt werden) vor allem Größe und Gewicht. Das Elf-Zentimeter-Display nimmt den Großteil des Postkarten-großen Geräts ein, das mit seiner Dicke von 18 Millimeter in fast jede Hemdtasche passt. Mit 150 Gramm muss man zudem nicht lange überlegen, ob man das Gerät immer dabei haben möchte. Während die Schutztasche ihre Funktion gut erfüllt, wirken die Kopfhörer etwas billig.

Der Preis von rund 200 Euro erscheint vor allem im Verhältnis zu anderen Multimedia-Playern ohne TV-Funktion angemessen. Anders als bei DVB-T-Handys fallen überdies keine weiteren Zusatzkosten an – außer den GEZ-Gebühren, die man zahlen muss, wenn es sich beim TechniMax um den einzigen Fernsehempfänger handelt. Kurt Sagatz

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