Doyen der deutschen Sprache : Wolf Schneider bekommt Nannen-Preis

Der Journalist, Sachbuchautor und Sprachkritiker Wolf Schneider wird für sein Lebenswerk mit dem Henri Nannen Preis 2011 ausgezeichnet. „Wolf Schneider prägte mit seiner Arbeit eine ganze Journalisten-Generation. Viele seiner Schüler gehören heute zu den führenden Köpfen unserer Medienlandschaft. Wolf Schneider gebührt als Publizist und als Doyen der deutschen Sprache der Henri Nannen Preis“, sagte „Stern“-Chefredakteur Andreas Petzold.

Schneider, 1925 in Erfurt geboren, arbeitete zunächst bei der Nachrichtenagentur Associated Press und der „Süddeutschen Zeitung“, wo er Nachrichtenchef und US-Korrespondent war. 1966 holte ihn Chefredakteur und Herausgeber Henri Nannen nach Hamburg zum „Stern“, bei dem er in der Redaktion als Chef vom Dienst und später auch als Verlagsleiter arbeitete. Es folgten Stationen beim Axel Springer Verlag, unter anderem als Chefredakteur der „Welt“.

1978 übernahm Schneider die Leitung der Hamburger Journalistenschule, die später nach Henri Nannen benannt wurde. Er leitete die Schule bis 1995. Schneider ist Autor zahlreicher Bücher, darunter mehrerer Standardwerke über die deutsche Sprache. Viele Jahre moderierte er die NDR-„Talkshow“. Noch heute arbeitet der 85-Jährige als Autor und gibt Sprachseminare. Gruner + Jahr und sein Magazin „Stern“ vergeben den Nannen-Preis am 6. Mai zum siebten Mal. Tsp

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