Drama zu Köln : Vater kündigt Sohn

Konstantin Neven DuMont verliert alle Funktionen

Foto: picture alliance / dpa

Nach langem Führungsstreit in der Mediengruppe M. DuMont Schauberg (MDS) hat Konstantin Neven DuMont alle Funktionen in der Kölner Gruppe verloren. „Ich habe am 6. Dezember einen Brief bekommen, dass ich gekündigt wurde“, sagte Konstantin Neven DuMont der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Eine Sprecherin der Mediengruppe in Köln erklärte, „Konstantin Neven DuMont ist nicht mehr Vorstand.“ Der 41-Jährige war als Vorstandsmitglied zunächst beurlaubt worden, nun hat er das Amt des Vorstands für Strategie und Kommunikation ganz verloren. Im November war Konstantin Neven DuMont bereits als Herausgeber verschiedener MDS-Zeitungen wie der „Frankfurter Rundschau“ und des „Kölner Stadt-Anzeigers“ abberufen worden.

Seinen Vater, den Verleger Alfred Neven DuMont, hatte er zuvor öffentlich aufgefordert, sich weitgehend zurückzuziehen und ihm die Führung des Verlagshauses zu überlassen. Alfred Neven DuMont hatte einen Rückzug abgelehnt. Für diesen Fall hatte Konstantin Neven DuMont die Auszahlung seiner Anteile gefordert.

Der Deutschen Presse-Agentur sagte Konstantin Neven DuMont: „Ich hoffe ja, dass es noch zu einer friedlichen Lösung kommt. Am liebsten würde ich zurückkommen und wieder Vorstand und Herausgeber sein. Aber das scheint nicht gewollt zu sein.“ Es sei ihm auch mitgeteilt worden, dass seine Anteile ihm „frühestens im Jahr 2020“ ausgezahlt werden könnten. „Aber die Frage ist, was die dann noch wert sind.“ Er geht zudem davon aus, dass er auch aus dem Aufsichtsrat der Deutschen Presse-Agentur ausscheiden werde.

Konstantin Neven DuMont hatte zuletzt angekündigt, er wolle ein Medienunternehmen gründen, ein journalistisches Web-Portal, in dem es insbesondere um Medienkritik gehen solle. Auch die Moderation einer eigenen Fernsehsendung schwebt ihm vor. dpa/Tsp

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