Dschungelcamp XI : Sarah Knappik geht freiwillig

"Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!", sagte Sarah Knappik nach der letzten Liveshow am Montag. Damit verlässt die 24-Jährige das Dschungelcamp. Ihren Stolz nimmt sie mit.

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Sarah Knappik wollte nicht zur Dschungelprüfung antreten.
Sarah Knappik wollte nicht zur Dschungelprüfung antreten.Foto: RTL

Sarah Knappik ist raus. Die 24-Jährige, sie nennt sich Model, hat das Dschungelcamp verlassen. Details zu ihrer Entscheidung folgen in der Show-Nummer vom Dienstagabend. Nennen wir es konsequent, dass die Nerv-Natter Australien verlassen und jetzt über Deutschland kommen wird. Das werden bittere Stunden für uns alle. 

Montag, das war die „geilste Nacht seit sieben Jahren“, hatte Sonja Zietlow überraschenderweise mal nicht gelogen. Die Dschungelcamper hatten sich auf Sarah K. gestürzt, es flogen böse Worte wie „asozial“. Die aber wusste sich zu wehren: Der Jay, der habe sie vor Beginn gefragt, ob sie nicht im Camp eine Liebesbeziehung mit ihr simulieren wolle; deswegen sei das Herumgefummele vom Jay mit der Indira auch nur Fake, Inszenierung, Show. Männer sind Schweine, Überraschung? 

Show, natürlich, das ist das Schlüsselwort. Die Autoren haben es clever geschafft, die Reizwerte bei „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ auf nie gekannte Höhen zu pushen. Was da im Camp passiert, das passiert in den RTL-Soaps permanent. Aber da wird das Geschehen in die Länge gezogen, verlangsamt, auf dass x Folgen der 08/15-Serie damit gefüllt werden können. Das Immergleiche zwischen Mann und Frau, seitdem sie im Neandertal aufeinander gehockt haben, wirkt in der Dschungel-Kulisse unvermittelt, direkt, wuchtig.

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Elf ziehen ein ins vierte RTL-Dschungelcamp, einer sticht besonders heraus:Weitere Bilder anzeigen
1 von 23Foto: RTL/Gregorowius
13.01.2011 14:30Elf ziehen ein ins vierte RTL-Dschungelcamp, einer sticht besonders heraus:

Es ist peinlich für uns Zuschauer: Wenn der Schleier dessen, was wir Zivilisation und Umgangsformen nennen, fällt, dann stehen wir nicht abseits, dann schauen wir nicht weg, dann starren wir hin, auf dass die Augen aus den Höhlen treten wollen. Das Dschungelcamp legt den Höhlenbewohner in uns frei. Irritiert, macht aber Spaß. 

8,66 Millionen Zuschauer waren am Montag gebannt, fasziniert. Ein neuer Dschungel-Rekord. Aber Sarah Knappik ist gegangen. Ihren Stolz hat sie mitgenommen, die Zurückgebliebenen müssen sich ein neues Opfer suchen, ihre Gemeinschaft braucht ein neues Zentrum. Es ist, als würde die Dschungel-Show jetzt, da sie auf die Zielgerade einbiegt, neu beginnen. Chapeau, RTL.

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