DSDS : Hart und doch zart

Rocksänger Thomas Godoj ist der neue „Superstar“. Der 30-jährige Kandidat setzte sich im Finale der RTL-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" gegen den Libanesen Fady Maalouf durch.

Voin Kurt Sagatz
Thomas Godoj neuer Superstar
Thomas Godoj freut sich am Samstag beim Finale von Deutschland sucht den Superstar über seinen Sieg. -Foto: dpa

Als Samstagnacht die Entscheidung in der fünften Auflage von „Deutschland sucht den Superstar“ fiel, ging es längst nicht mehr darum, wer der talentierteste Sänger war, sondern, welcher von beiden den Geschmack der Fans besser traf. Nach einem Abstimmungsmarathon von fast drei Stunden – so lange hatte RTL die Telefonleitungen wohl noch nie offen gehalten – entschieden sich 60 Prozent der Anrufer für Thomas Godoj, den 30-jährigen Rocksänger aus Recklinghausen, mit seinem doch zarten Finalsong „Love Is You“. Dass sich dieses Mal auch der Zweitplatzierte freuen könne, wie der RTL-Teletext es am Sonntagmorgen meldete, war hingegen eine Ente. Auch der 29-jährige Fady Maalouf dürfe seinen Finalsong „Blessed“ am nächsten Freitag veröffentlichen, hatte es dort geheißen. Dies sei absolut falsch, da es nur einen Superstar geben könne, berichtigte RTL-Pressesprecherin Anke Eickmeyer die Meldung auf Nachfrage.

Dabei hätten durchaus beide Sänger gute Aussichten, auch an der Ladenkasse zu punkten – sowohl stimmlich und im Auftritt als auch aus der Erfahrung der bisherigen Gewinner der RTL-Unterhaltungsshow. Gerade erst hat Vorjahressieger Mark Medlock mit seinem neuen Song „Summer Love“ sogar Madonna in den deutschen Charts auf die Plätze verwiesen.

Ein weiterer Gewinner stand indes bereits am Sonntagmorgen bei der Auswertung der Zuschauerzahlen fest: RTL. Das Finale verfolgten bis zu 6,5 Millionen Zuschauer, in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen war das fast jeder Dritte (30,9 Prozent). Bei der Entscheidung kurz vor Mitternacht stiegen die Werte noch einmal auf fast sieben Millionen Zuschauer an, die Quote von 14 bis 49 Jahren lag damit bei 41,3 Prozent.

Im Finale am Samstag setzen alle Beteiligten auf große Emotionen. Einzig Dieter Bohlen kritisierte am Finaltitel von Thomas Godoj, dass er sich von seinem Favoriten einen rockigeren Song gewünscht hätte. Ansonsten herrschte Harmonie bei Juroren, Kandidaten und Zuschauern. Anja Lukaseder fand Fady Maaloufs Auftritt zum „Hinknien schön“, und Andreas „Bär“ Läsker lobte an Thomas Godoj, dass er absolut authentisch sei. Den einzigen Kontrapunkt setzte der Gastauftritt der schrägsten Möchtegern-„Superstars“, die seinerzeit völlig berechtigt beim Casting durchfielen.

Für Thomas Godoj geht mit dem Finalsieg die Arbeit erst richtig los. Neben zahlreichen Interviews geht’s am Montag zum Videodreh. Es folgen diverse Auftritte in Fernsehsendungen bei Günther Jauchs „stern tv“, „Johannes B. Kerner“ oder „TV Total“ von Stefan Raab. Und nach der „ARD Grand Prix Party“ am nächsten Wochenende geht es zu Aufnahmen für das Debütalbum, das Ende Juni erscheinen soll.

Ob die Karriere von Thomas Godoj danach weitergeht, wird sich zeigen. Klar ist: Dieter Bohlen bleibt den „Superstars“ auch in der sechsten Auflage erhalten: „Selbstverständlich“, wie er am Samstag keine Zweifel ließ. Kurt Sagatz

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