Medien : Eine Frau mit Power

Monica Lierhaus absolviert ersten Lotterie-Auftritt

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Die Daumen gedrückt: Bei Twitter fielen die Reaktionen zum Lierhaus-Debüt überwiegend positiv aus. Screenshot: Tsp
Die Daumen gedrückt: Bei Twitter fielen die Reaktionen zum Lierhaus-Debüt überwiegend positiv aus. Screenshot: Tsp

„Ein herzliches Hallo, liebe Helfer und Gewinner. Willkommen zur Wochenziehung der Fernsehlotterie“, mit diesen Worten begann am Sonntagabend in der ARD der erste Auftritt von Monica Lierhaus als Glücksfee. Die Bluse hoch geschlossen, das Haar fällt locker auf die Schultern. Wer sie im Februar gesehen hat, als ihr der Ehrenpreis der „Goldenen Kamera“ verliehen wurde, der wird sich über die weiteren großen Fortschritte gefreut haben, die Monica Lierhaus gemacht hat. Besonders fällt die lebendigere Mimik auf, auch wenn in ihren Augen zu erkennen ist, wie sehr sie sich bei diesem Auftritt für „Ein Platz an der Sonne“ konzentriert hat.

Da ist er wieder, der Ehrgeiz der Sportlerin und erfolgreichen Sportjournalistin, die weiß, dass sich Erfolge nicht von selbst einstellen. „Mir macht es sehr viel Spaß, wieder vor der Kamera zu stehen“, hatte Lierhaus noch am Freitag mitteilen lassen. Die Genugtuung, sich nicht geschlagen gegeben zu haben, nach der Hirnoperation im Januar 2009, bei der es zu Komplikationen kam, sie ins Koma fiel und sie danach mühsam das Laufen und Sprechen wieder erlernen musste, sie ist ihr in dieser Fernsehminute anzusehen, auch wenn längst nicht jede Betonung wie früher sitzt. Aber vielleicht ist sie tatsächlich genau deshalb eine so glaubhafte Botschafterin der Fernsehlotterie, wie man in der ARD meint.

Im März hat sie Frank Elstner nach acht Jahren abgelöst, hatte Anlauf genommen für ihre neue Karriere, überschattet von der Diskussion über die Höhe ihres Jahressalärs, das sich auf 450 000 Euro belaufen soll. Vor zehn Tagen dann stürzte sie auf der Treppe in ihrer Wohnung und brach sich fünf Rippen. Wie weit sie sich erholt hat, dazu gibt es keine Angaben, auch nicht von Lebenspartner Rolf Hellgardt.

Die Aufnahmen für die ersten sechs Wochen waren bereits vor ihrem Sturz im Kasten. Bei den Dreharbeiten war sie „sehr unkompliziert und professionell“, hatte sie Lotterie-Sprecher Mario Czipull gelobt. Allzu viel Gestaltungsspielraum hat sie allerdings nicht: Vier kurze Sätze am Anfang, dann ein Einspieler aus einem Kinder-Jugend-Dorf. Mit einem kurzen „Ich habe die Daumen fest gedrückt“ folgt die Überleitung zu den Wochenpreisen – darunter zwei Autos, eine Woche am Tegernsee und eine Wellnesswoche sowie ein Geldpreis – dann ist die Minute mit der Ankündigung, dass die Prämiengewinner um kurz vor 20 Uhr genannt werden, auch schon vorbei. Zusammen neun Sätze und eine Minute an der Sonne.

Die ersten Reaktionen auf ihr Glücksfee-Debüt fielen zumindest beim Internetdienst Twitter überwiegend positiv aus. „Habe gerade gelesen, was der Monica Lierhaus passiert ist. Hochachtung! Die Frau hat Power!“ Kurt Sagatz

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