Ende der Sat-1-Show : Schmidt spottet über seine Absetzung

Sat 1 setzt die Late-Night-Show von Harald Schmidt ab. Der Entertainer macht das Aus in seiner eigenen Sendung zum Thema - und muss sich anhören, parasitär zu sein.

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Am Ende hilft nur Selbstironie. Harald Schmidt und die Trennung von Sat 1 – das war auch Thema beim ersten Auftritt des Late-Night-Entertainers nach Bekanntwerden seines Abschieds bei Sat1. Schmidt sagte am späten Mittwochabend, nach dem Champions-League-Spiel: „Ich freue mich richtig auf das Finale am 3. Mai, äh Verzeihung, am 19. Mai.“ Am 3. Mai ist Schmidts letzte Sat-1-Show, das Champions-League-Endspiel ist am 19. Mai. Es ist auch das letzte Spiel dieser Art auf Sat 1, weil die Rechte für die nächste Saison an das ZDF gegangen sind. „Oh, das ist eine wichtige Information für Sie“, fuhr der 54-jährige Entertainer fort, der nach nur einer TV-Saison bei Sat 1 aufhört. „Meine Show am 3. Mai ist bereits ausverkauft. Das schaffen nicht mal die Bayern: Zwei Finale innerhalb eines Jahres. Das zweite Finale für mich, nachdem ich das im letzten Jahr bei der ARD schon gewonnen hatte.“ Später wurde er noch konkreter in der Sendung: „Ich weiß nicht, ob es heute zu Ihnen durchgedrungen ist: Aber ich habe mich heute von meinem Sender getrennt. Ich habe meinen Sender rausgeschmissen.“ Im „Großen und Ganzen“ sei er zufrieden mit Sat 1 gewesen. „Aber die Quoten in meinem Umfeld waren derart mies, dass ich gesagt habe: ,Das kann ich mir nicht länger antun, ich schmeiß euch raus.‘“ Sat1 und Schmidts Produktionsfirma Kogel & Schmidt hatten am Mittwoch das Ende der „Harald Schmidt Show“ wegen zu geringer Einschaltquoten bekannt gegeben. Indes hat der frühere Sat -1-Chef Roger Schawinski klare Worte für Harald Schmidt gefunden und ihn als parasitär bezeichnet. Er wirft dem Moderator in einem Interview mit dem Schweizer „Tages-Anzeiger“ vor, „im großen Stil“ abkassiert zu haben. Eine Zukunft im Fernsehen sieht Schawinski für Schmidt nicht. „Ich wüsste nicht, wo der noch hin kann, oder wer ihm noch eine Sendung gibt.“

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