Medien : „Ersatzradio“

Die Volksbühne sendet sich bis 30. Juni im Hörfunk frei

Matthias Lohre

Mit „Elan, Biss und minimalen Mitteln ein 24-Stunden-Programm auf die Beine stellen" wollen die Macher von Juniradio in der Zeit vom 8. bis 30. Juni. Auf der UKW-Frequenz 104,1 und als Audiostream im Internet ( www.juniradio.net ) werden drei Wochen lang Musiklabels, DJs und internationale Radiosender die Sendezeit füllen. Von mehreren Orten in Berlin sollen vom kommenden Montag an Konzerte und andere Veranstaltungen übertragen werden. Dazu kommen Magazine und stündliche Nachrichten. Die Mitarbeit vieler unbezahlter Freiwilliger ist dafür nötig, denn viel Geld steckt nicht hinter dem Drei-Wochen-Radio.

„Juniradio“ ist Teil einer Zusammenarbeit mit der Volksbühne und deren Projekt „Ersatzradio". Schon seit Sonntag bietet das „Ersatzradio" auf 104,1 in der Zeit von 23 bis fünf Uhr morgens einen Vorgeschmack auf das Juniradio-Programm. Die Kulturstiftung des Bundes unterstützt die Arbeit des Senders und ermöglicht dem No-Budget-Radio damit, Technik und GEMA-Gebühren zu finanzieren. Die Sendefrequenz hat die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) den Veranstaltern bis Ende Juni zugeteilt.

Pit Schultz von bootlab hofft auf einen Weiterbetrieb des Senders über das Monatsende hinaus. „Es geht uns darum, neben Privaten und Öffentlich-Rechtlichen ein Freiradio zu etablieren." Schultz hofft dabei auf eine Finanzierung durch Rundfunkgebühren: „Aber die Entscheidung darüber kann bis zu einem Jahr dauern."

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