Medien : Familie: Nicht an der Festplatte sparen

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Es gibt wohl kaum einen Computertyp, der so vielen Bedürfnissen gleichzeitig gerecht werden muss, wie ein FamilienPC. Internet, E-Mail und die eigene Homepage; Musik, Foto oder Video; schreiben, spielen und das Konto verwalten – der Familien-PC soll alles leisten, möglichst ohne den finanziellen Rahmen zu sprengen. Nicht umsonst erfreuen sich gerade die am oberen Leistungsende angesiedelten Aldi-Computer über Jahre solch großer Beliebtheit. Mittlerweile muss niemand mehr auf die neueste Generation der Medion-Computer bei Aldi warten, vergleichbare Angebote gibt es zu jeder Jahreszeit. Günstige Familien-PCs kosten zwischen 600 und 700 Euro.

Erste Wahl für Familien sind nach wie vor vollwertige Desktop-Geräte, die anders als Laptops später erweitert oder aufgerüstet werden können. Bei der Leistung zu sparen, ist nicht ratsam. Ein aktuelles Pentium-4-System oder ein vergleichbarer AMD-Prozessor (2,8 Gigahertz bzw. Athlon XP 2800) sind genauso Pflicht wie 512 Megabyte Arbeitsspeicher, sagt „c’t“-Hardware-Redakteur Georg Schnorer. Auch ein DVD-Multinorm-Brenner und eine 3D-Mittelklasse- Grafikkarte gehören zum Standard. Modem und Netzwerkkarte sind dagegen verzichtbar, wenn der Internet-Zugang über DSL erfolgt. Wichtiger als Cardreader und Firewire-Anschluss sind möglichst viele USB-2.0-Anschlüsse für Drucker, Scanner und andere externe Geräte, möglichst auch auf der Frontseite. Ein Flachbildschirm ist schön, aber nicht notwendig. Wer – wie bei vielen Kinderspielen nötig – unterschiedliche Bildschirmauflösungen darstellen will, kommt mit einem Röhrenmonitor oftmals besser zurecht.

Zum Familien-PC wird das Gerät jedoch erst dadurch, dass jeder Nutzer seine individuelle Umgebung vorfindet. Gleich zu Beginn sollte für jeden Anwender ein eigenes Benutzerkonto angelegt werden. Je mehr Familienmitglieder sich einen PC teilen, desto mehr Speicherplatz ist ratsam. Mitunter verbraucht ein einziges Spiel wie beispielsweise „Die Sims“ oder ein Flugsimulator mehrere Gigabyte. Kommen dann noch umfangreiche Lexika hinzu oder wird der Computer als Videorekorder eingesetzt, ist eine 120-Gigabyte-Festplatten die Untergrenze, so Schnorer. sag

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