Medien : Frau geht, Frau kommt

Claudia Nothelle neue TV-Chefredakteurin des RBB

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Claudia Nothelle wird zum 1. November neue Fernseh-Chefredakteurin des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Die 42-Jährige ist derzeit Korrespondentin des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) im ARD-Hauptstadtstudio. Wie der RBB mitteilte, wird Nothelle Nachfolgerin von Petra Lidschreiber, die künftig die Redaktion Mittel- und Osteuropa leiten wird.

Die aus Unna/Westfalen stammende Journalistin Nothelle arbeitete seit 1992 beim MDR-Fernsehen, so im Landesfunkhaus Thüringen, im politischen Magazin „Fakt“ und in der ARD-aktuell-Redaktion. Außerdem war sie im ARD-Studio Neu-Delhi und als Reisekorrespondentin in Pakistan und Afghanistan unterwegs.

Der Vertrag von Petra Lidschreiber als Chefredakteurin endet am 31. Oktober. Abgeben wollte die 54-jährige Journalistin diese Funktion, die auch mit der Verantwortung für das ARD-Magazin „Kontraste“ und dessen Bildschirm-Moderation verbunden ist, sicher nicht, wie es im RBB heißt. Sprecher Ulrich Anschütz sagte dem Tagesspiegel nur, die „teamorientierte Intendantin Dagmar Reim hat die Personalentscheidung zusammen mit Fernsehdirektor Gabriel Heim getroffen“. Die Fernsehchefredakteurin kümmert sich um die Informationsleistung des Senders im Dritten und im Ersten sowie um die Landesprogramme wie „Abendschau“ und „Brandenburg aktuell“. Da hat der Sender sein Kreativpotenzial noch nicht entfaltet. Ob „Kontraste“von Nothelle moderiert wird oder vielleicht von Silke Böschen, Moderatorin für Sport und News ? Anschütz schweigt.

Mit dem Wechsel in der Chefredaktion sind weitere Umbauarbeiten im RBBFernsehen verknüpft. Geri Nasarski, noch Leiterin der Redaktion Mittel- und Osteuropa, übernimmt den Programmbereich Modernes Leben. Dort herausgelöst wird das Ressort Dokumentation und Zeitgeschehen mit Johannes Unger an der Spitze. Der Journalist steht für eine Stärke des RBB-Fernsehens, für die Realisierung aufwändiger historischer Reihen wie der „Chronik der Wende“, aber auch zeithistorischer Einzelstücke, die Dokumentation „Wege in den Terror“ über Ulrike Meinhof nur zum Beispiel. jbh

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