Medien : „Freiburg schön, Frau glücklich “

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„Du bist dabei, wovon jeder träumt“, sagt Monique Tesselaar über ihren Job. Die Redakteurin des niederländischen Fernsehens NOS arbeitet während der WM in Deutschland und genießt es, so dicht am Fußball dran zu sein. „An meinem ersten Tag hier war ich beim Training der Engländer. Und da stehst Du dann einfach neben David Beckham und Wayne Rooney. Das ist wirklich außergewöhnlich!“

Jeden Abend berichtet die „NOS“ – die Dachorganisation der öffentlich-rechtlichen Sender in den Niederlanden – live aus Kirchzarten im Schwarzwald. Fünf Minuten vom Trainingsplatz der niederländischen Mannschaft entfernt steht das WM-Studio. Monique plant die Sendung, die aus Gesprächen mit prominenten Gästen und Reportagen besteht. Oder sie macht selbst Berichte – vom Training der englischen Mannschaft zum Beispiel.

Die NOS ist mit 60 Leuten nach Kirchzarten gereist. „Eine Hälfte ist Techniker, die andere Journalisten.“ Alleine 14 Kameraleute sind dabei. „Die Leute haben sich so erschrocken, als wir hier mit zwei Lastwagen voller technischer Ausrüstung ankamen“, erinnert sie sich. Wenn sie frei hat, fährt Monique mit dem Auto in die Berge. „Es ist herrlich, hier durch die Wälder und Weiden zu laufen. Ich fühle mich wie in der Serie Heidi von früher.“ In Freiburg war sie auch schon „zum Einkaufen in den wunderbaren Läden“.

Auch wenn inzwischen mehr Frauen über Sport berichten, sei es immer noch ungewöhnlich, als Frau in der Sportredaktion zu arbeiten. Seit sechs Jahren ist Monique Redakteurin bei „Studio Sport“ in Hilversum. In Kirchzarten ist sie neben zwei Producerinnen die einzige Redakteurin, die für die NOS bei der WM arbeitet. Frauenquote dort: fünf Prozent. Sie hofft, dass Oranje das Turnier gewinnt, glaubt aber an einen Sieg der Argentinier „mit meinem Lieblingsspieler Lionel Messi“. dos

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