FUSSBALL-EXPERTE : Männlich, grantig, Ex, gesucht

Günter Netzer hört bei der ARD auf. Wer kommt?

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Foto: dpadpa

Vermutet hat es die Branche länger, am Mittwoch wurde es amtlich: Die Fußball-WM 2010 in Südafrika wird der letzte Einsatz von Günter Netzer als TV-Experte bei der ARD an der Seite von Gerhard Delling sein. Die Programmdirektion bestätigte am Mittwoch Medienberichte, wonach der Ex-Nationalspieler sein Engagement für den Sender nach der WM 2010 beenden werde. „Wir mussten die Entscheidung Netzers, unsere lange und erfolgreiche Zusammenarbeit zu beenden, schweren Herzens akzeptieren“, sagte Programmdirektor Volker Herres. Berichte, nach denen Mehmet Scholl Netzers Nachfolge antreten soll, bestätigte der Sender nicht. Der populäre Scholl ist Trainer der zweiten Mannschaft von Bayern München in der Dritten Liga und hatte zuletzt durchblicken lassen, als TV-Experte eher kürzertreten zu wollen. Im März 2008 engagierte die ARD Scholl als Experten für die Fußball-EM, bei der er an der Seite von Reinhold Beckmann Spiele analysierte. Im Februar gab die ARD bekannt, dass Scholl bis 2010 als Experte zur Verfügung steht. Wird er der neue Netzer? Weitere Kandidaten sind die beiden gerne auch grantelnden Ex-Profis Stefan Effenberg und Matthias Sammer oder Noch-Trainer Ottmar Hitzfeld. Vielleicht sogar Jürgen Klopp, der bis zur EM 2008 für das ZDF eloquent Länderspiele analysierte und bei der WM einen neuen Experten-Auftrag von RTL an der Seite von Jürgen Klinsmann hat.

Die ARD werde „beizeiten“ über die Personalie entscheiden, so ein Sprecher. Offen bleibt, wer denn Gerhard Dellings’ Wunschkandidat ist. Der ARD-Moderator war am Mittwoch für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Seit 1998 analysieren Delling, 50, und Netzer, 65, in der ARD die Auftritte der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Im Jahr 2000 gewannen sie für ihre Präsentationsform den Grimme-Preis. 2008 wurde das Duo zudem mit dem Medienpreis für Sprachkultur ausgezeichnet.meh

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