• Zitty
  • Potsdamer Neueste Nachrichten
  • Berlin 030
  • Bootshandel
  • Qiez
  • zweitehand
  • twotickets
  • Berliner Köpfe
  • wetterdienst berlin

Rätsel-Adventure : Sherlock, übernehmen Sie!

28.09.2012 19:40 Uhrvon
Watson und Sherlock Holmes im Einsatz. Screenshot: FrogwaresBild vergrößern
Watson und Sherlock Holmes im Einsatz. - Screenshot: Frogwares

Der berühmteste Detektiv der Welt ermittelt wieder – dieses Mal auf PC und Konsole. "Das Testament des Sherlock Holmes" versetzt Spieler ins viktorianische London des Jahres 1898, wo sie mit Scharfsinn und guter Beobachtungsgabe eine Mordserie aufklären müssen. Außerdem im Test: "Zen Pinball 2".

Das Testament des Sherlock Holmes (PS3, Xbox 360, PC)

Der Meisterdetektiv Sherlock Holmes erfreut sich ungebrochener Beliebtheit. Die von Arthur Conan Doyle geschaffene Figur lebt in unzähligen Kinofilmen und TV-Produktionen weiter - und wird dabei recht unterschiedlich interpretiert. Vor ein paar Monaten lief im deutschen Fernsehen die zweite Staffel der britischen TV-Serie "Sherlock": Hier ermittelt der Detektiv im London des 21. Jahrhunderts, nutzt modernste forensische Methoden und hat eine Vorliebe für SMS-Nachrichten.

Die Serie ist so schnell geschnitten, wie Holmes seine Schlussfolgerungen zieht: Der Zuschauer kommt vor lauter Genialität kaum hinterher, was "Sherlock" aber nicht weniger unterhaltsam macht.

In einem Computerspiel würde ein solches Wissensgefälle nicht funktionieren: Schließlich ist es der Spieler selbst, der die Figur des Detektivs steuert. Wie aber lässt sich die blitzgescheite Denke Sherlocks in den Spielmechanismus übertragen? Wie schafft man es, dass der Spieler sich mit der Hauptfigur identifiziert? "Das Testament des Sherlock Holmes" inszeniert die Detektivgeschichte als 3D-Adventure: Aus der Ich-Perspektive untersucht der Spieler Tatorte, sammelt Indizien und spricht mit Zeugen oder verdächtigen Personen. Und er bekommt dabei auch gleich richtig zu tun: Eine Mordserie hält London in Atem, Sherlock selbst wird zunehmend verdächtigt, in die Ereignisse verwickelt zu sein.

Die Steuerung funktioniert nach dem Point-and-Click-Prinzip: Per Maus oder Gamepad wählt der Spieler etwa ein herumliegendes Notenblatt an, um es dann mit der Lupe auf Fingerabdrücke zu untersuchen. Die Beweisführung erfolgt über ein Diagramm in Sherlocks Aufzeichnungen: Anhand der Beobachtungen muss sich der Spieler für bestimmte Prämissen entscheiden (z.B.: "Der Täter war nicht auf Geld aus, weil die Wertsachen unangetastet sind") und diese dann zu einem Lösungsweg zusammenfügen.

Dieser Spielmechanismus ist durchaus originell. Die meisten anderen Adventures funktionieren nämlich nach dem Schema: "Kombiniere Gegenstand x mit Gegenstand y". Einen vergleichbaren Deduktionsansatz bot in letzter Zeit nur das Spiel "L.A. Noire", in dem man ebenfalls Tatorte absuchen und anschließend Verhöre abhalten musste. Gleichwohl können die Deduktionsrätsel im vorliegenden Sherlock-Holmes-Abenteuer nicht ganz überzeugen, denn sie sind oft zu leicht. Außerdem ist das Spiel mit zahlreichen Minispielen gespickt, die einmal erstaunlich seicht, dann wieder unfair knifflig sein können. Dies gibt dem Ganzen einen etwas willkürlichen Charakter.

Auch wenn die Rätsel nicht immer begeistern: Atmosphärisch bietet "Das Testament des Sherlock Holmes" einiges. Die Schauplätze - vom viktorianischen Kaminzimmer bis zur schmutzigen Kanalisation - sind detailliert gestaltet und sehr stimmungsvoll. Die Figuren bewegen sich etwas hölzern, sind aber sehr gut synchronisiert. Für Krimifans ist "Das Testament des Sherlock Holmes" eine gelungene Ergänzung zur detektivischen Film- und Fernsehkost. Aufgrund expliziter Gewaltdarstellungen ist das Adventure jedoch nicht für Kinder geeignet.

"Das Testament des Sherlock Holmes": Für PC (40 Euro), PS3 und Xbox 360 (je 50 Euro). USK-Alterseinstufung: ab 16 Jahren.

Weitere Themen

Schickes Accessoire, unentbehrliches Technik-Gadget oder gar Objekt der Begierde – das iPhone von Apple. Für einige überlebenswichtiges Must-Have, für andere überteuertes Erwachsenenspielzeug: Die neue Generation des Kultprodukts führt den Mythos fort.
Lesen Sie hier mehr.