„Shift“ gegen „Nitro“ : Tuning-Wettkampf zu „Need for Speed“ in Berlin

Erstmals gibt es von "Need for Speed" zwei kompett unterschiedliche Versionen. Mit einem Tuning-Wettkampf in Berlin will Electronic Arts "Shift" und "Nitro" nun verbinden.

Kurt Sagatz
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Tuningspezialist Mike Löwel (rechts) und sein Team von Mike’s Garage bauen einen VW-Käfer zum Roadster um. Foto: Promo

Um die Herausforderung zu verstehen, sollte man auf der Webseite von www.needforspeed.de einen Moment Geduld aufbringen. Sicherlich könnte man dem verständlichen Impuls nachgeben und direkt auf „The Battle“ klicken, um in einem gestochen scharfen Livevideo zu sehen, wie weit die beiden Schrauberteams bereits sind. Der bessere Weg führt jedoch über „Die Idee“. Denn in diesem Video sind der rote Käfer und der schwarze Audi S4 noch im Originalzustand auf Berlins Straßen zu sehen.

Der ungewöhnliche Wettstreit zwischen VW und Audi, der in einer Tuningwerkstatt in Berlin ausgetragen wird, hat einen besonderen Grund. Zum ersten Mal kommt das Autorennspiel „Need for Speed“ in zwei komplett verschiedenen Versionen auf den Markt. Die „Need for Speed“-Variante „Shift“ für PC, Playstation 3, Xbox 360, PC und Playstation Portable ist vor zwei Wochen gestartet. Und ihr folgt am 19. November die „Need for Speed“-Version „Nitro“ für Nintendo Wii und Nintendo DS.

Die beiden Versionen könnten unterschiedlicher nicht sein. „Shift“ rast wie bei Xbox 360 und Playstation 3 üblich in HD-Grafik über den Monitor. Hier halten wahre Rennsportenthusiasten die Gamepads in die Hand. Neu ist die Cockpitperspektive. Bei einem Crash wird dem Fahrer dabei so duselig, dass er die Strecke eine Zeit lang nur durch einen Nebel wahrnimmt. Das „Nitro“-Konzept richtet sich an den Gelegenheitsspieler, der direkt durchstarten will. Bei der Grafik können die Nintendo-Konsolen freilich nicht mithalten. Die „Nitro“-Fahrzeuge wurden darum bewusst überzeichnet. Auch die Steuerung wurde angepasst. Um den Booster zu aktivieren, muss man bei der Wii den Controller kräftig schütteln.

So unterschiedlich wie die „Need for Speed“-Varianten sind auch die Tuningkonzepte des „Battles“. Tuner Mike Löwel und sein Team von Mike’s Garage haben mit ihrem roten 76er Käfer zuerst klare Fakten geschaffen und dabei Dach und Kotflügel entfernt. Das Ziel von Mikes „Nitro“-Team: Aus dem 34-PS-Oldie einen flotten Roadster bauen. Der Audi S4, den sich Timo Asbeck und seine Tuner vorgenommen haben, hatte bereits im Original 256 PS unter der Haube. Nach den fünf Wochen des Battles werden es wohl 400 PS sein, doch vor allem die Optik wird sich Richtung DTM-Racer noch kräftig ändern. Ein echter „Shift“-Renner sozusagen. Kurt Sagatz

Die Garage wird auch für Events genutzt. Am Sonntag spielt Mando Diao um 20 Uhr, zu sehen im Live-Stream auf www.needforspeed.de

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