SOFTWARE : „Blick in die Zukunft“

„Die Sims 3“ erhalten Kindersoftwarepeis „Tommi“

Kurt Sagatz
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Selbstbildnis: Diesen Screenshot stellte eine Sims-3-Spielerin ins Internet. Foto: Promo

Eine Jury dieser Größenordnung ist rekordverdächtig. Insgesamt 1900 Kinder waren in diesem Jahr daran beteiligt, die Sieger des Kindersoftwarepreises „Tommi“ zu ermitteln. Über mehrere Wochen haben die Kinder in 16 Stadtbibliotheken und vier Kindergärten virtuellen Wasser- und Denksport erprobt, an Orchesterkunde teilgenommen, Piraten- und Rhythmusspiele getestet sowie das freie Denken und Singen mithilfe von Computer- und Konsolenspielen ausprobiert. Und sind dabei zu klaren Ergebnissen gekommen, die am Freitag auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt wurden.

Den ersten Platz unter den Spielen für den Computer belegt die Lebenssimulation „Die Sims 3“ (Electronic Arts). „Das Spiel ist für uns wie ein Blick in die Zukunft. Wir können schon alles ausprobieren: wie wir aussehen werden, welche Familie wir gründen, in welchen Häusern wir leben und welchen Traumberuf wir haben werden“, lautet die Begründung der Kinderjury. Zweiter Sieger des „Tommi“ wurde die PC-Adaption der TV-Serie „Willi wills wissen – Bei den Wikingern“ (United Soft Media). „Wann dürfen wir uns schon mal in einem echten Wikingerdorf umsehen und dabei auch viele Aufgaben lösen“, meinten die Kinder. Den dritten Platz unter den Computerspielen belegte das Strategiespiel „Anno 1404“ von Ubisoft.

Bevor die Kinder für den „Tommi“, der vom Berliner Büro für Kindermedien Feibel.de und der Zeitschrift „spielen und lernen“ veranstaltet wird, auf die Spiele losgelassen wurden, hatte eine Fachjury aus Medienpädagogen und Journalisten – auch von dieser Zeitung – aus über 80 Einreichungen 23 Titel nominiert.

Größer noch als das Angebot an Spielen für den PC ist die Qual der Wahl bei den Spielen für Playstation, Xbox, Wii und den mobilen Konsolen Nintendo DS und Playstation portable. Hier setzte sich „Wii Sport Resort“ von Nintendo an die Spitze. Sport ist wörtlich gemeint bei diesem Spiel, bei dem bis zu vier Spieler gegeneinander antreten – und zwar nicht vom Sofa aus: „Wir finden Sport und Bewegung besser, als nur ruhig vor einem Gerät herumzusitzen“, meinte auch die Kinderjury. Den zweiten Platz belegte ein ganz besonderes Spiel. „Freibeuter der Karibik“ (Yvio) ist eine „sehr gute Verbindung aus Brett und Konsolenspiel: ein Brettkonsolenspiel“, meinten die Kinder. Allerdings wird dafür die nicht so verbreitete Yvio-Konsole benötigt. Auf den dritten Platz schaffte es der Karaoke-Titel „Lips“ (Microsoft) für die Xbox 360. Toll an dem Partyspiel: Man kann per USB zu seiner eigenen Lieblingsmusik singen.

Der „Tommi“-Sonderpreis „Kindergarten & Vorschule“ geht in diesem Jahr an das Edutainment-Programm „Den Zoo entdecken“ (Globell), bei dem die Kinder gefährdete Tierarten und ihre Lebensräume kennenlernen. Kurt Sagatz

www.kindersoftwarepreis.de

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