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Spieletests : Spektakel auf der Rennstrecke

03.12.2012 22:04 Uhrvon
Szene aus "Sonic & All-Stars Racing Transformed". Screenshot: SegaBild vergrößern
Szene aus "Sonic & All-Stars Racing Transformed". - Screenshot: Sega

Fun-Racer für Konsole und PC wollen gar nicht realistisch sein. Stattdessen setzen sie auf Stunts und knallbunte Comic-Grafik. Wir haben drei aktuelle Vertreter des Genres getestet: "LittleBigPlanet Karting", "F1 Race Stars" und "Sonic & All-Stars Racing Transformed".

Es gibt Spiele, die so gut sind, dass sie ein ganzes Genre prägen. "Super Mario Kart" ist solch ein Spiel: Als es 1992 für SNES-Konsole erschien, eroberte es sogleich die Wohn- und Kinderzimmer in aller Welt. Nintendo hatte die glorreiche Idee gehabt, die hüpfenden Klempner Mario und Luigi in Rennautos zu setzen - jetzt fuhren sie gegen Yoshi, Peach und Donkey Kong um die Wette. "Super Mario Kart" machte einen Heidenspaß: Man konnte es zu zweit und gegen den Computer spielen, und dann gab es ja noch die Möglichkeit, sich gegenseitig zu sabotieren, sei es mit glitschigen Bananenschalen oder mit Schildkrötenpanzern, die das gegnerische Auto aus der Bahn schleuderten.

Die witzigen Power-Ups wurden zum Markenzeichen der Mario-Kart-Reihe - und zum Vorbild für unzählige andere Fun-Racer. 20 Jahre nach "Super Mario Kart" ist das Genre noch immer höchst lebendig - das beweisen drei Spiele, die in den letzten Wochen erschienen sind: "LittleBigPlanet Karting", "F1 Race Stars" und "Sonic & All-Stars Racing Transformed". Welches am meisten Spaß macht, erfahren Sie hier.

Sonic & All-Stars Racing Transformed (Xbox 360, PS3, PS Vita, 3DS, Wii U)

Sonic ist - ähnlich wie die Mario Brothers - ein Veteran der Computerspielgeschichte. Bereits seit 1991 rast der blaue Igel durch digitale Welten - mal in 2D, mal in 3D und über alle Spieleplattformen hinweg. In "Sonic & All-Stars Racing Transformed" trifft der stachlige Held auf andere Figuren aus dem Sega-Universum: Ulala, Dr. Eggman, Gilius Thunderhead und Co. kämpfen um die Krone des besten Rennfahrers. Das Spiel ist nicht nur eine Hommage an vergangene Computerspieldekaden - es ist ein Fest der Geschwindigkeit, das zudem reichlich Abwechslung bietet.

Die auffälligste Besonderheit an "Transformed" sind die Rennvehikel. Chamäleonartig passen sie sich dem wechselnden Streckenverlauf an: Gerade noch raste Sonic auf einem Kart über eine Canyon-Straße, nur um im nächsten Moment auf einem Rennboot durch ein Wasserlabyrinth zu pflügen - wieder einen Augenblick später jagt er mit seinem Flugzeug durch einen Asteroidenschwarm. Der Spieler wähnt sich auf einer Achterbahn, die alle paar Sekunden mit neuen verrückten Ideen aufwartet: Mal geht es durchs Innere eines überdimensionalen Spielautomaten, dann wieder vorbei an einem gefährlichen Mahlstrom, der die Boote zu verschlingen droht. Die Rennstrecken sind von klassischen Sega-Games inspiriert: "Adder's Lair" beispielsweise erweckt die Fantasy-Welt von "Golden Axe" (1989) mit Felshöhlen und Lavaströmen zum Leben. Überall gibt es Abkürzungen und alternative Routen - es lohnt sich also, die Strecken ganz genau kennen zu lernen.

Szene aus "Sonic & All-Stars Racing Transformed". Screenshot: SegaBild vergrößern
Szene aus "Sonic & All-Stars Racing Transformed". - Screenshot: Sega

Als waschechter Fun-Racer bietet "Transformed" eine Vielzahl von Waffen und Power-Ups: Da wäre zum Beispiel der Baseball-Handschuh, der herannahende Projektile abfängt und sogar an den Absender zurückschickt. Oder auch der Kugelfisch, den man im Wasser platziert, um nachfolgende Boote zu sabotieren. Die ferngelenkte Mini-Drohne heftet sich an vorausfahrende Fahrer und lähmt sie mit Elektroschocks, während der Wespenschwarm die Fahrzeuge bei Kollision herumwirbeln lässt. So ausgefallen die Power-Ups auch sein mögen, so sorgfältig sind sie doch ausbalanciert: Nur wer sie mit Bedacht und im richtigen Moment einsetzt, schafft es am Ende aufs Siegertreppchen. Darüber hinaus besitzt jede Spielfigur spezielle Eigenschaften - etwa Geschwindigkeitsboosts oder Geheimwaffen - die den Rennen noch mehr taktische Würze verleihen.

Spaß macht "Transformed" sowohl alleine als auch mit anderen Spielern. In der Solokampagne sammelt man Podestplätze, Sterne und Münzen, um neue Level freizuschalten. Dabei muss man nicht unbedingt jedes Rennen fahren, sondern kann sich auch häufig zwischen zwei Strecken entscheiden - das ist begrüßenswert, weil es die Frustmomente reduziert. Dennoch sind die Solorennen alles andere als anspruchslos: Schon auf der niedrigsten Schwierigkeitsstufe gibt sich die Künstliche Intelligenz alle Mühe, einem das Leben schwer zu machen. Steuerung und Kameraführung sind präzise - nur in den Flugpassagen kann es Probleme mit der Orientierung geben, wenn man einen Unfall baut. Neben der Kampagne bietet das Spiel eine ganze Reihe weiterer Solo-Modi, die von Zeitrennen bis hin zu Drift-Challenges reichen. Zu Höchstform läuft "Transformed" im Multiplayer-Modus auf: Offline rasen bis zu vier Teilnehmer per Splitscreen um die Wette, online sind es bis zu zehn Spieler.

"Sonic & All-Stars Racing Transformed". Für Xbox 360, PS3, PS Vita, Nintendo 3DS (je 40 Euro) und Wii U (50 Euro). USK-Alterseinstufung: ab sechs Jahren.

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