Medien : Geldwäsche-Verdacht gegen Marcel Reif

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Schweren Vorwürfen sieht sich der TVSportkommentator Marcel Reif (55) ausgesetzt. Die Staatsanwaltschaft Wuppertal ermittelt gegen ihn unter dem Aktenzeichen 85 Js 2/05 wegen des Verdachts der Geldwäsche, der Beihilfe zur Steuerhinterziehung und Begünstigung. Vor fünf Jahren soll Reif 776 151,29 Mark (etwa 397 000 Euro) Bargeld von Zürich nach München transportiert haben.

Das Geld gehörte einem früheren Freund und Trauzeugen Reifs, dem ehemaligen Oberamtsanwalt Gerd K. Das Geld hatte K. in seinem Amt illegal für die Vergabe von Aufträgen bekommen. Vor zwei Jahren wurde er deswegen wegen Untreue zu 3 Jahren, 6 Monaten Haft verurteilt.

Vor der Inanspruchnahme Reifs als Geldboten hatte K. der Schweizer UBS-Bank eine Vollmacht zugefaxt. Marcel Reif, der seit 1997 in der Schweiz lebt, soll das Geld bei der Bank abgeholt und den Empfang quittiert haben. Die Bündel habe er dann in einer Plastiktüte und mit seinem Privatauto nach München gebracht. Dort soll, so lautet der Vorwurf, die Geldübergabe stattgefunden haben. Marcel Reif, Kolumnist auch des Tagesspiegel, sagt, er habe noch keine Akteneinsicht erhalten: „Ich kann und will mich zu einem Verfahren, das ich nicht kenne, nicht äußern.“

Mit seinem Arbeitgeber, dem TV-Sender Premiere, hat Reif vereinbart, dass er am kommenden Sonnabend mit der Kommentierung der Bundesliga aussetzt. Ebenso verfährt der Tagesspiegel mit seiner sonntäglichen Kolumne „Live aus dem Stadion“.Tsp

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