Hape Kerkelings "Ich bin dann mal weg" : Devid Striesow auf dem Jakobsweg

Vier Millionen verkaufte Exemplare, 100 Wochen in den Beststellerlisten: Hape Kerkelings Wanderung über den Jakobsweg wird verfilmt. Sich selbst wollte der Entertainer nicht verkörpern, das macht nun Devid Striesow.

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Hape Kerkelings Buch "Ich bin dann mal weg" war der Überraschungserfolg 2006. Im Film wird der von Devid Striesow (re.) verkörpert.
Hape Kerkelings Buch "Ich bin dann mal weg" war der Überraschungserfolg 2006. Im Film wird der von Devid Striesow (re.)...Fotos: dpa

Hape Kerkelings Buch „Ich bin dann mal weg“ über seine Wanderung auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela war der Überraschungserfolg des Jahres 2006 mit vier Millionen verkauften Exemplaren und über 100 Wochen an der Spitze der Bestsellerlisten. Nun wird sein Reisetagebuch von Produzent Nico Hofmann zusammen von Ufa Cinema und Warner Bros. fürs Kino verfilmt. Gedreht wird in Berlin und Brandenburg sowie an Originalschauplätzen in Spanien. Anfang der Woche ist die erste Klappe gefallen.

Die Rolle von Hape Kerkeling, der sich nach einem Hörsturz, einer Gallenblasen-Operation und einem eingebildeten Herzinfarkt eine Auszeit genommen und sich für Pilgerfahrt entschieden hatte, übernimmt Devid Striesow. „Es gelingt ihm sowohl spielerisch in die Tiefe zu gehen als auch die nötige Leichtigkeit für diesen Part herzustellen“, sagt Kerkeling über den Schauspieler.

Warum will Kerkeling sich nicht selbst?

Doch warum übernimmt der Entertainer die Rolle nicht selbst, wie in dem Film „Ein Mann, ein Fjord“, an dessen Buch er ebenfalls beteiligt war? „Als ich mich 2001 auf den Weg nach Santiago de Compostela aufgemacht habe, war ich 36 Jahre alt. Es ist unmöglich, heute als beinahe 50-Jähriger mal so locker 13 Jahre vor der Kamera wegzuspielen“, begründete Kerkeling den Verzicht auf die Hauptrolle.

Regie von „Ich bin dann mal weg“ führt Julia von Heinz, zum Ensemble gehören Katharina Thalbach, Martina Gedeck und Annette Frier. „Ich bin dann mal weg“ ist eine Geschichte vom Suchen und Ankommen. „Hape erzählt von innerer Einkehr – und das mit viel Humor. Diese Mischung wird auch als Film funktionieren, weil wir ihm eine eigene Form geben“, hofft Produzent Hofmann. Kurt Sagatz

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