Historische Kommission : Gemeinsam gegen Google

15.09.2012 00:00 Uhrvon

Wie hat sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk in den neuen Bundesländern entwickelt? Die ARD diskutiert Vergangenes und Zukunft.

„Entstehung und Entwicklung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in den neuen Bundesländern“, war am Donnerstag das Thema eines Symposiums der Historischen Kommission der ARD – und doch richtete sich der Blick nach vorne. Und es wurde dabei munter ausgeteilt. Konrad Weiß, Bürgerrechtler und Medienleiter des „Zentralen Runden Tisches“ zur Wendezeit, bezeichnete die Piratenpartei mit ihrem „Versuch, das Urheberrecht abzuschaffen“, als eine der größten Bedrohungen für die Pressefreiheit, in offensichtlicher Unkenntnis der jüngsten Debatten.

Thematisch konkreter wurde bei der Veranstaltung die ARD-Vorsitzende Monika Piel. Bei der Diskussion über die Zukunft der Öffentlich-Rechtlichen ginge es stets um „T-Shirt tragende Google-Mitarbeiter“.

Stichwort Google. Mit Angeboten wie Google-TV würden die „Giganten der Informationsmärkte“ laut Kurt Beck, Vorsitzender der Rundfunkkommission der Länder, ihre Plattformen ohne eigene Inhalte durchdrücken wollen. Schade eigentlich nur, dass die T-Shirt-Träger nicht selbst zum Symposium in Berlin  geladen waren, um sich zu verteidigen.

Neben der Aufarbeitung der bewegten Wendevergangenheit zwischen der Abwicklung alter DDR-Strukturen bei anhaltendem Sendebetrieb und den gescheiterten Plänen zur Gründung einer nordostdeutschen Sendeanstalt „Nora“ war auch die Eurokrise gegenwärtig. Portugal denkt über die Privatisierung öffentlichrechtlicher Anstalten nach, in Ungarn haben sie ihre Unabhängigkeit verloren. Deshalb überlegt die ARD eine Zusammenarbeit mit europäischen Geschwistern bei der Digitalisierung von Medieninhalten, schwächelnden Sendern werde mit Gratisprogrammen ausgeholfen. Gemeinsam in die öffentlich-rechtliche Zukunft schreiten – und „nicht nur an die Quote denken“, sagte Piel. Nik Afanasjew

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Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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