Medien : Inforadio: Sender stellt "Pressetreff" ein

Joachim Huber

Dem öffentlich-rechtlichen Inforadio scheint ein Erfolgsformat abhanden zu kommen. Der "Pressetreff" am kommenden Sonntag ist der vorläufig letzte, heißt es aus dem Umfeld des Senders Freies Berlin (SFB). Die Betonung liegt auf "vorläufig", denn noch scheinen die Verantwortlichen an eine Fortsetzung der Sendung zu glauben und zu arbeiten. Darüber hinaus ist zu hören, die Fortsetzung sei durch fehlende Finanzmittel gefährdet, und zwar durch Finanzmittel in "sehr schmalem Umfang"; offenbar geht es um wenige hundert Mark. Über ein Ersatzprogramm für den "Pressetreff" ist gestern nichts bekannt geworden.

Die Gesprächssendung im gemeinsamen Programm vom federführenden SFB und Ostdeutschem Rundfunk Brandenburg läuft seit Jahren mit großem Erfolg. Redakteur und Gastgeber Volker Mayr lädt zu einem aktuellen Thema einen kompetenten Politiker ein und befragt ihn zusammen mit Journalisten verschiedener Medien aus Berlin und Brandenburg. Mehr als einmal hat die Runde Analyse- und Nachrichtenwert gezeigt, mehr als einmal konnten die Aussagen des (politischen) Gastes in den Agenturen verwertet werden. Nicht nur Inforadio-Mitarbeiter zeigten sich am Mittwoch über die vorläufige Einstellung des "Pressetreffs" verwundert. Gerade vor dem Hintergrund der Konkurrenz von Hundert,6 und Business-Radio 93,6.

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