Konsequent bis zum Schluss : Die letzten Tage der GEZ-Gebühr

Am 1. Januar ersetzt die Haushaltsabgabe die bisherigen GEZ-Gebühren. Beruhigend zu wissen, dass die GEZ trotzdem bis zum letzten Moment dranbleibt - und die Gebührenpflicht auch noch zwischen dem 27. Dezember und Silvester durchsetzen will.

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Konsequent bis zum Schluss: Noch sind Schwarzseher vor der GEZ nicht sicher.
Konsequent bis zum Schluss: Noch sind Schwarzseher vor der GEZ nicht sicher.Foto: dpa

Schon irgendwie putzig, dieses Schreiben, das es auf Umwegen auf den Redaktionsschreibtisch geschafft hat. „Wenn Sie Rundfunkgeräte anzumelden haben, nutzen Sie bitte den beigefügten Antwortbogen und schicken Sie diesen ausgefüllt und unterschrieben spätestens bis zum 27.12.2012 an uns zurück“, heißt es da, unterschrieben „mit freundlichen Grüßen“ von der Gebühreneinzugszentrale.
Ganze fünf Tage sind es schließlich vom 27. Dezember bis zum neuen Jahr - und dann wird es bekanntlich gar nicht mehr darauf ankommen, ob irgendwelche Rundfunkgeräte anzumelden sind. Zum 1. Januar kommt der neue Rundfunkbeitrag, jeder Haushalt muss dann einheitlich 17,98 pro Monat zahlen, unabhängig davon, ob und welche Geräte im Schrank stehen.

„Das muss ein Einzelfall sein“, sagt ein Kollege, der sich mit der Materie auskennt, „eine Bürokratieposse.“ Mal schauen. Wofür gibt es schließlich die GEZ-Pressestelle?
Schnell und freundlich ist da eine Auskunft zu erhalten: Selbstverständlich werden bis zum letzten Tag alle potentiellen Gebührenfälle verfolgt. Und zwar nicht nur dann, wenn jemand noch überhaupt keine Gebühren zahlt. Sondern zum Beispiel auch dann, wenn nur ein Radio angemeldet ist, wo vielleicht auch ein Fernseher stehen könnte. Die Gebührenpflicht besteht schließlich auch zwischen dem 27. Dezember und Silvester, argumentiert der Pressesprecher. Da hat er wohl recht.

Doch ob die GEZ auch den letzten Teil ihres Schreibens wahrmachen kann? „Wenn Sie keine Rundfunkgeräte anzumelden haben, bitten wir Sie dennoch, uns den beigefügten Antwortbogen ausgefüllt unterschrieben zurückzusenden. Sie vermeiden damit Erinnerungsschreiben.“ Ein Erinnerungsschreiben, noch zwischen dem 27. Dezember und Silvester? Mal schauen, ob das zu schaffen ist. Wir bleiben dran.

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