Medien : Kulturwelle Brandenburg: SFB findet Kulturprogramme für die Region nicht hörenswert

jbh

Der Vorschlag von Hansjürgen Rosenbauer, Intendant des Ostdeutschen Rundfunks Brandenburg (ORB), für zwei Kulturwellen in der Region stößt bei Horst Schättle, Chef des Senders Freies Berlin (SFB), auf keine Gegenliebe. In einem Schreiben an Rosenbauer signalisiert Schättle zwar Entgegenkommen, was die Kooperation bei Radio Fritz und Radio Eins angeht, bei zwei Kulturprogrammen winkt er jedoch ab: "Dadurch wird die Konkurrenz zwischen zwei Kulturprogrammen fortgesetzt. Die Konzentration auf eine Kulturwelle sollte gerade diesem Umstand Rechnung tragen und für die Zukunft eine Konkurrenz ausschließen." Schättle will demnach nur eine gemeinsame Kulturwelle mit dem Potsdamer Sender veranstalten, Rosenbauer dagegen zwei: eine wortgetragene mit der Berliner ARD-Anstalt, eine zweite Klassikwelle gemeinsam mit dem Norddeutschen Rundfunk (NDR). Schättle befürchtet, dass das ORB/NDR-Programm die Ausgestaltung des Angebots von ORB/SFB behindert. Die Weiterentwicklung einer gemeinsamen Kulturwelle von SFB und ORB könne sich nicht an dem Programmschema einer anderen Welle orientieren, setzt der SFB-Intendant die Prioritäten, "sondern muss dem umfassenden Programmauftrag unserer Landesrundfunkanstalten Rechnung tragen, also klassische Musik und die gesamte Berliner und Brandenburger Musiklandschaft einbeziehen".

Bei der Sorge des ORB, in einer einzigen Kulturwelle mit dem SFB die Brandenburger Kultur nicht ausreichend darzustellen, kann sich der SFB-Intendant vorstellen, dass der Potsdamer Sender seinerseits eine Subregionalisierung bei der kooperierten Kulturwelle vornimmt.

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