Mammut-Doku : Träume, Reibungen, Widersprüche

Einen Tag und eine Nacht in der Heiligen Stadt: Das Mammut-Projekt „24h Jerusalem“ startet am Samstag morgen. Zumindest bei der Aufteilung der 70 Drehteams ging es gerecht zu.

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Die Heilige Stadt
Die Heilige StadtFoto: Arte

Eine Zweistaatenlösung? Nein, daran glaubt Produzent Thomas Kufus nicht. Allzu viel Verwirrendes, Nicht-zu-Entwirrendes in Sachen israelisch-palästinensischer Konflikt hat er von seiner Arbeit an einem TV-Mammut-Projekt aus der Heiligen Stadt mitgenommen. „24h Jerusalem“, ein Tag und eine Nacht lang Jerusalem in Echtzeit, startet um sechs Uhr morgens am Samstag auf Arte und im Bayerischen Fernsehen. Geschichten aus einer widersprüchlichen Stadt, in der Konflikte, Reibungen an der Tagesordnung sind. 70 Drehteams, darunter Maria Schrader und Dani Levy, haben dafür 90 Protagonisten begleitet, rund 500 Mitarbeiter vor und hinter Kameras sind involviert gewesen. 500 Stunden Filmmaterial gingen an den Schneidetisch von Projekt-Regisseur Volker Heise.

Je ein Drittel der Drehteams war palästinensisch, israelisch und europäisch. Was vielleicht doch dafür spricht, dass es irgendwann noch eine friedliche Lösung des Kernkonflikts im Nahen Osten gibt. Für Produzent Kufus von Zero One 24 kann das nur eine Einstaaten-Lösung sein, alleine schon wegen der vielen Zerklüftungen, der Mauern und Sperren, die Jerusalem und das Land durchziehen. Wem die 24-Stunden-Fassung am Samstag und Sonntag zu viel ist, der kann einzelne Episoden auch später im Netz sehen (www.24hjerusalem.tv).

„24h Jerusalem“, Samstag, Arte, BR, ab sechs Uhr

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