Medien : Medienkritik: Glotz: Es ist zu viel

Der SPD-Politiker und Kommunikations-Wissenschaftler Peter Glotz hat die mehrtägige "monothematische Berichterstattung" der deutschen Medien über die Terroranschläge in den USA als "falsch" bezeichnet. "Ich finde es vollkommen richtig und unausweichlich, dass am ersten Tag eines solchen Ereignisses alle Sondersendungen machen und über nichts anderes berichten", sagte Glotz im Deutschlandradio Berlin. "Zwei oder drei Tage später finde ich das schon wieder falsch. Die Leute wollen auch noch etwas anderes hören."

Der ARD-Vorsitzende Fritz Pleitgen betonte dagegen, dass die Medien an ihrer Berichterstattungspflicht nicht vorbei kämen. Andererseits spielten "potenzielle Attentäter auch mit der Möglichkeit, dass ihre Taten eine zusätzliche Dynamik durch die unmittelbare Verbreitung des Bildes erhalten".

Pro 7 kündigte unterdessen an, auf die heutige Ausstrahlung des Films "Der Soldat James Ryan" nicht verzichten zu wollen, da es "sich hierbei eindeutig um einen Antikriegs- und Antigewaltfilm handelt".

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