Medien : Mystery-Serien: Das Genre hat ein treues Publikum

Joachim Huber

Mystery-Serien sind echt unheimlich. Sie erreichen ihre Zielgruppe mit gnadenloser Präzision. "Akte X" konnte im Mai annähernd so viele Pro 7-Zuschauer akquirieren wie der Nachfolger "Seven Days". Ein vergleichbares Bild bietet am Mittwoch das Double-Feature "Buffy"/"Angel". In der Binnenkonkurrenz der Serien ragt das dienstälteste Programm "Akte X" nicht mehr heraus, die FBI-Agenten Scully und Mulder haben sich unter all die anderen Wahrheitssucher eingereiht. Wie außerordentlich die Fans ihrem Mystery-Genre anhängen, zeigen auch die Einschaltquoten bei "Pretender" und "Geheimprojekt X" im Vox-Programm: Jeweils durchschnittlich 480 000 Zuschauer im Monat Mai.

Grafik: Reichweiten der Mystery-Serien Das Publikum vom Dienstag ("Pretender") scheint geschlossen nach Mittwoch ("Geheimprojekt X") zu wandern. Alle Reichweiten zeigen zudem, dass die Mystery-Fangruppe nicht unendlich groß ist. Würde sie durch zwei parallel laufende Serien auch noch geteilt, würde die jeweilige Zuschauerzahl die Programmierung nicht belohnen. Also gehen die Konkurrenten Pro 7 und Vox geschickt vor. Vox wartet am Mittwoch mit seiner Mystery-Offerte treu und brav ab, bis Pro 7 seinen Mystery-Abend abgeschlossen hat. Auf dass die Fans ein Programm weiter ziehen.

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