Medien : n-tv: Quiz als Information

mh

Wie macht man einen privaten Fernsehsender, der Information statt Unterhaltung verbreiten und trotzdem profitabel arbeiten will? n-tv findet darauf erfolgreiche Antworten. Immerhin ein Prozent durchschnittlichen Marktanteil erreicht der Berliner Sender, und einige Formate wie Sandra Maischbergers prämierte Talkshow "Maischberger" oder die "Telebörse" erreichen noch viel mehr.

Ab kommenden Montag soll es noch eine zusätzliche Antwort geben: n-tv versucht mit der Zeit zu gehen und ebenfalls vom derzeit grassierenden Quizboom zu profitieren. "Wir wollen informative Unterhaltung bieten", sagte n-tv-Geschäftsführer Helmut Brandstätter über die anstehende Programm-Reform. Grundpfeiler sind zwei Quizshows: Das "n-tv Börsenquiz" mit Clarissa Ahlers sowie das "n-tv Newsquiz" mit Volker Wieprecht und Robert Skuppin.

Im "Börsenquiz" am Sonntag um 21 Uhr 15 geht es vor allem um die Höhepunkte einer Wirtschafts-Woche. Jeweils drei Kandidaten werden abgeprüft. Der besondere Reiz dabei: Die Fans können während der Woche im Internet mitraten, die jeweils Wochenbesten treffen in der Show auf einen bekannten Unternehmer und einen normalen Prominenten wie Jörg Wontorra oder Oliver Kahn. Ausgespielt werden pro Sendung bis zu 28 000 Euro. Die Prominenten werden ihren Gewinn einer karitativen Organisation spenden, der Normalverbraucher darf ihn behalten.

Beim "Newsquiz" am Sonnabend um 20 Uhr 15 geht es um alle Ereignisse, die darüber hinaus während der Woche passierten. Die Sendung soll durch Witz und Schlagfertigkeit punkten, und dafür bürgt allein schon der Produzent - Friedrich Küppersbuch, ehemaliger ARD-Moderator und bei n-tv verantwortlich für "Maischberger". Moderiert wird das Quiz von Wieprecht und Skuppin, in Berlin bekannt durch ihre Moderationen bei "Radio Eins".

Die dritte Innovation beschäftigt sich wieder mehr mit der Kernkompetenz von n-tv: Bei der "Wirtschaftswoche Start-Up Show" ab soll Moderatorin Kerstin Straub jeweils zwei junge Unternehmen vorstellen. Ein Promi bewertet dann die Business-Pläne und gibt Prognosen, welches Unternehmen aussichtsreicher ist. Trotz der herben Börsenverluste der vergangenen Monate setzt der Sender auch weiter auf Finanzberichterstattung. Direkt aus der Online-Redaktion wollen Dirk Weckerle und Thorsten Herold vom 15. Januar an börsentäglich die Sendung "Neue Märkte" präsentieren.

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