Neues aus Fuxholzen : Fix und Foxi sind zurück!

Das legendäre Comicpaar Fix und Foxi wird neu aufgelegt. In München präsentierte Alexandra Kauka, die Witwe des Erfinders, das erste Heft der neuen Reihe. Bei den Figuren sei alles beim Alten geblieben, erklärte Kauka.

München - Fix und Foxi feiern Comeback. Das legendäre Comic-Magazin mit den beiden gewieften Füchsen kehrt am 25. Oktober in die Zeitschriftenregale zurück. Alexandra Kauka, Witwe des «Fix & Foxi»- Erfinders Rolf Kauka, hat das erste Heft am Donnerstag in München vorgestellt. Mit dem Neustart erfülle sie einen letzten Wunsch ihres im Jahr 2.000 gestorbenen Mannes, sagte Alexandra Kauka.

Die beiden Füchse Fix und Foxi aus ihrem Heimatdorf Fuxholzen gelten als die erfolgreichsten Comic-Figuren aus deutscher Produktion. Von 1953 bis 2000 wurden nach Angaben der Kauka- Mediengruppe mehr als 750 Millionen Hefte verkauft. Das Magazin mit den 6- bis 13-Jährigen als Zielgruppe war von 1953 bis 1994 erschienen, im Jahr 2000 gab es eine erste kurze Wiederbelebung.

Mit dem neuen Heft werden sich viele Erwachsene an ihre Kinderlektüre erinnern: Fix ist wie gehabt an der gelben Hose und der Haartolle zu erkennen, er ist cleverer und ein größerer Draufgänger als sein Bruder Fox. Ein Wiedersehen gibt es auch mit dem Wolf und notorischen Faulenzer Lupo, der Erfinder des Satzes «Wer sich nicht drückt, ist verrückt» sein könnte, mit der altmodischen Oma Eusebia und ihrem Sparstrumpf, dem genialen Erfinder Professor Knox und Lupinchen, der Cousine von Fix und Foxi.

«Während zum Beispiel die amerikanischen Comics mit reinem Slapstick arbeiten, ist in einem Kauka-Comic immer ein pädagogischer Ansatz zu sehen», betonte Alexandra Kauka, die zur Vorstellung des ersten neuen Heftes eigens aus ihrer Wahlheimat USA angereist war. Die neuen Hefte aus dem Hamburger Tigerpress Verlag, die einmal im Monat erscheinen und 1,80 Euro kosten, enthalten deshalb auch einen umfangreichen Wissensteil. «Fix und Foxi sind Sinnbild von Freundschaft, Kameradschaft und sozialer Gerechtigkeit», erklärte Michael Semrad von der europäischen Vertretung des in den USA ansässigen Unternehmens Kauka Promedia.

Der 1917 in Markranstädt bei Leipzig geborene Rolf Kauka, der in späten Jahren auf der Suche nach einem gesünderen Klima in den US- Staat Georgia auswanderte, wurde wegen seines großen Erfolges oft als «der deutsche Walt Disney» bezeichnet. Er selbst sah sich aber lieber in der Tradition von Wilhelm Busch und dessen Max und Moritz.

1953 erzählte er in Heft 5 des «Eulenspiegel» die Geschichte von Reineke Fuchs. In Heft 6 traten stattdessen Fuchs-Zwillinge auf, Fix und Foxi waren geboren. Am 6. Oktober 1953 erschien zum ersten Mal ein Comic mit dem Titel «Fix & Foxi», damals noch als Sonderausgabe des «Eulenspiegel». Kauka wurde in den folgenden Jahren mit seiner kreativen Ader ein reicher Mann. Er schuf auch viele andere Figuren wie Pauli, den Maulwurf, Tom und Biber und vor allem Bussi Bär.

Bei dem neuen «Fix & Foxi» wird nach Verlagsangaben zunächst das Ziel von 100.000 verkauften Exemplaren pro Heft angepeilt. Bei einem Erfolg könne man in einem Jahr über ein zweiwöchentliches Erscheinen nachdenken, hieß es. Alexandra Kauka sagte, sie sei vom Erfolg des «Fix & Foxi»-Neustarts absolut überzeugt. Dafür sei allerdings auch sehr viel Arbeit nötig gewesen. «Wir alle sind ganz fix und foxi.» (tso/dpa)

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